Zum Inhalt springen

cfdisk

Aus Foxwiki

cfdisk ist ein Partitionierungsprogramm, mit einer menügeführten Bedienung.

cfdisk unterstützt Plattenbezeichnungen (engl. "disk labels") von Master Boot Records, GUID Partition Table, BSD-Disklabels, SGI und SUN.


Beschreibung

cfdisk  ist  ein  Curses-basiertes  Programm  zum  Partitionieren eines beliebigen

blockorientierten Gerätes. Das voreingestellte Gerät ist /dev/sda.

Beachten Sie, dass cfdisk nur grundlegende Funktionalität in einer benutzerfreundlichen
Bedienoberfläche bietet. Wenn Sie erweiterte Funktionsmerkmale verwenden, dann sollten Sie
fdisk(8) verwenden.
Seit Version 2.25 unterstützt cfdisk MBR- (DOS-), GPT-, SUN- und SGI-Plattenbezeichnungen,
aber bietet keine Möglichkeit mehr, für CHS-Adressierung (nach Zylindern, Köpfen und
Sektoren). CHS war für Linux nie von Bedeutung, und dieses Adressierungskonzept ergibt für
neue Geräte keinerlei Sinn.
Seit Version 2.25 unterstützt cfdisk den print-Befehl nicht mehr. Diese Funktionalität
bieten die Werkzeuge partx(8) und lsblk(8) in sehr komfortabler Weise.
Wenn Sie eine alte Partitionstabelle von einem Gerät entfernen wollen, verwenden Sie
wipefs(8).


Option

-h, --help

zeigt diese Hilfe an und beendet das Programm.


-L, --color[=WANN]

stellt wichtige Meldungen farbig dar. Das optionale Argument WANN kann auto, never
oder always sein. Falls WANN nicht angegeben ist, ist auto die Voreinstellung. Die
Farben können deaktiviert werden. Die jeweilige einkompilierte Voreinstellung zeigt
Ihnen die Option --help an. Siehe auch den Abschnitt FARBEN.
-V, --version
zeigt Versionsinformationen an und beendet das Programm.
-z, --zero
startet mit einer lediglich im Speicher vorgehaltenen Partitionstabelle ohne
Einträge. Diese Option setzt die Partitionstabelle auf der Platte nicht auf Null,
das Programm wird nur gestartet, ohne die bestehende Partitionstabelle einzulesen.
Diese Option ermöglicht Ihnen die Erstellung einer neuen Partitionstabelle, ohne
eine Vorlage zu verwenden, oder mittels einem Sfdisk-kompatiblen Skript.

BEFEHLE

   Die Befehle für cfdisk können durch Drücken der entsprechenden Taste eingegeben werden,
   wobei das Drücken der Eingabetaste nach dem Befehl nicht erforderlich ist. Folgende
   Befehle sind verfügbar:
   b   schaltet die Bootfähig-Markierung der aktuellen Partition ein oder aus. Sie können
      damit wählen, welche der primären Partitionen auf dem Laufwerk bootfähig sein soll.
      Dieser Befehl ist nicht für alle Typen von Partitionsbezeichnungen verfügbar.
   d   löscht die aktuelle Partition. Dadurch wird die bestehende Partition in freien
      Platz umgewandelt und mit weiterem freien Platz zusammengeführt, der die bisherige
      Partition umgibt. Eine Partition, die bereits als freier Platz oder als nicht
      nutzbar markiert wurde, kann nicht gelöscht werden.
   h   zeigt die Hilfe an.
   n   erstellt eine neue Partition in einem freien Bereich. cfdisk fragt Sie dann nach
      der Größe der zu erstellenden Partition. In der Voreinstellung wird der gesamte
      freie Platz im aktuellen Bereich genutzt.
      Auf die Größe kann ein binäres Suffix folgen: KiB (=1024), MiB (=1024*1024) und so
      weiter für GiB, TiB, PiB, EiB, ZiB und YiB (das iB ist optional, K ist zum
      Beispiel gleichbedeutend mit KiB).
   q   beendet das Programm, ohne dass irgendwelche Daten auf die Platte geschrieben
      werden.
   s   sortiert die Partitionen in aufsteigender Ordnung der Startsektoren. Beim Löschen
      und  Hinzufügen  von  Partitionen  ist  es  wahrscheinlich,  dass  die
      Partitionsnummerierung nicht mehr der Reihenfolge der Partitionen auf dem Laufwerk
      entspricht. Dieser Befehl stellt die Übereinstimmung wieder her.
   t   ändert den Partitionstyp. In der Voreinstellung werden neue Partitionen als
      Linux-Partitionen angelegt.
   u   schreibt die im Speicher vorgehaltene Partitionstabelle in ein Sfdisk-kompatibles
      Skript.
      Die Skriptdateien sind untereinander kompatibel für cfdisk, fdisk, sfdisk und
      weitere libfdisk-Anwendungen. Weitere Details finden Sie in sfdisk(8).
      Es ist auch möglich, ein Sfdisk-Skript in cfdisk zu laden, wenn sich keine
      Partitionstabelle  auf  dem  Gerät  befindet oder wenn Sie cfdisk mit der
      Befehlszeilenoption --zero starten.
   W   schreibt die Partitionstabelle auf die Platte (Sie müssen ein großes W eingeben).
      Da dies Daten auf der Platte zerstören kann, müssen Sie den Schreibvorgang entweder
      mit ja bestätigen oder mit nein abweisen. Wenn Sie ja eingeben, schreibt
      cfdisk die Partitionstabelle auf die Platte und weist den Kernel an, die
      Partitionstabelle neu einzulesen.
      Das Neueinlesen der Partitionstabelle funktioniert nicht immer. In solchen Fällen
      müssen Sie den Kernel mittels partprobe(8) oder partx(8) über neue Partitionen
      informieren, oder das System neu starten.
   x   Schaltet die Anzeige zusätzlicher Informationen zu einer Partitionen an oder aus.
   Pfeiltaste hoch, Pfeiltaste runter
      bewegt die Eingabemarke zur vorigen oder nächsten Partition. Falls auf dem
      Bildschirm keine weiteren Partitionen angezeigt werden können, öffnen Sie den
      nächsten (bzw.  vorigen) Partitionssatz durch Hinunter- oder Hochschieben der
      letzten bzw. ersten auf dem Bildschirm angezeigten Partition.
   Pfeiltaste links, Pfeiltaste rechts
      wählt den vorigen oder nächsten Menüeintrag. Mit der Eingabetaste führen Sie den
      aktuell ausgewählten Menüeintrag aus.
   Alle Befehle können mit Groß- oder Kleinbuchstaben eingegeben werden, mit Ausnahme des
   großen W für den Schreibvorgang. Wenn Sie sich in einem Untermenü oder an einer
   Eingabeaufforderung befinden, können Sie die Esc-Taste drücken, um zum  Hauptmenü
   zurückzukehren.