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BIND/rndc

Aus Foxwiki
(Weitergeleitet von Rndc)

BIND/rndc - Remote Name Daemon Control


Beschreibung

Werkzeug zur Verwaltung von BIND

Installation

Aufruf

rndc [Optionen] Befehl [Optionen]

Befehle

Befehl Parameter Beschreibung
status Status des Servers, Versionsinformationen und die Zahl der geladenen Zonen
reload Konfiguration und Zonendateien neu laden, ohne den Prozess neu zu starten
reconfig Konfiguration neu einlesen, oder entfernte Zonen erkennen, ohne alle Zonendateien neu zu laden
reload <zonenname> lädt die angegebene Zone neu
refresh <zonenname> startet einen sofortigen SOA-Refresh für eine Slave-Zone
freeze <zonenname> friert eine dynamische Zone ein. Journaldaten werden in die Zonendatei geschrieben, weitere Updates werden blockiert
thaw <zonenname> hebt freeze auf und erlaubt wieder dynamische Updates
sync <zonenname> schreibt Journaldaten in die Zonendatei. Mit -clean wird das Journal anschließend gelöscht
flush leert den gesamten Resolver-Cache
flushname <name> entfernt nur Einträge für einen bestimmten Namen aus dem Cache
flushtree <name> entfernt alle Einträge unterhalb eines Namensbaums aus dem Cache
halt beendet den named-Dienst sofort, ohne dynamische Zonendaten zuerst zu sichern
stop stoppt named kontrolliert und speichert zuvor dynamische Updates und IXFR-Informationen
querylog schaltet die ausführliche Protokollierung von Anfragen ein oder aus
stats schreibt Statistikdaten in die von statistics-file konfigurierte Datei (unter Debian typischerweise beispielsweise /var/cache/bind/named.stats)

Konfigurationsdatei

Vorgaben aus Konfigurationsdateien überschreiben

Vorgaben überschreiben
Option Parameter Beschreibung
-c Datei Konfigurationsdatei
-p Port Port
-s Server Server
-y Keyname key

Weitere Details

Parameter

Umgebungsvariablen

Exit-Status

Wert Beschreibung
0 Erfolg
>0 Fehler

Konfiguration

Konfiguration in /etc/bind/named.conf

Für die Nutzung von rndc muss eine controls-Direktive in der named-Konfiguration vorhanden sein.

controls-Direktive
controls {
 inet 127.0.0.1 allow { localhost; } keys { "rndc-key"; };
 inet ::1    allow { localhost; } keys { "rndc-key"; };
};

Diese Anweisung veranlasst named, auf 127.0.0.1:953 und ::1:953 Verbindungen zu akzeptieren und nur Anfragen zu erlauben, die mit dem Schlüssel "rndc-key" signiert sind.

key-Definition
key "rndc-key" {
 algorithm hmac-sha256;
 secret "BASE64-KEY";
};
  • algorithm hmac-sha256; – empfiehlt sich als aktueller Standard für TSIG-Schlüssel.
Schlüsselgenerierung mit rndc-confgen

In typischen Installationen wird der Schlüssel automatisch mit rndc-confgen erzeugt:

rndc-confgen -a

Dieser Befehl erzeugt eine Datei /etc/bind/rndc.key mit einer passenden key-Definition und setzt dabei restriktive Dateirechte (z. B. Modus 0600).

Der generierte Schlüssel befindet sich in der zugehörigen .key-Datei (z. B. Krndc-key.+161+12345.key) und wird in das Feld secret übernommen.

Hinweis
Klartext-Schlüssel sollten nicht direkt in einer global lesbaren Konfigurationsdatei stehen. Schlüsseldefinitionen werden in eine separate, nur für root lesbare Datei ausgelagert und per include eingebunden, z. B.:
include "/etc/bind/rndc.key";

/etc/bind/rndc.conf

Konfiguration in /etc/bind/rndc.conf

Die Datei /etc/bind/rndc.conf beschreibt, mit welchen Schlüsseln und gegen welche Server rndc arbeitet. Auf vielen Systemen genügt die automatisch erzeugte Datei /etc/bind/rndc.key; eine explizite rndc.conf ist dann optional.

  • Die rndc-Konfiguration ermöglicht die Authentifizierung zwischen rndc und BIND.


Minimalbeispiel
key "rndc-key" {
 algorithm hmac-sha256;
 secret "BASE64-KEY";
};

options {
 default-server 127.0.0.1;
 default-key "rndc-key";
};

server 127.0.0.1 {
 key "rndc-key";
};
  • key – definiert den gemeinsam genutzten Schlüssel.
  • options – setzt globale Vorgaben wie default-server und default-key.
  • server – ermöglicht serverbezogene Einstellungen, beispielsweise abweichende Ports oder Schlüssel.
Hinweis
/etc/bind/rndc.conf und die verwendeten Schlüsseldateien (z. B. /etc/bind/rndc.key) sollten nur für root lesbar sein (Modus 0600), um unbefugten Zugriff auf Geheimschlüssel zu verhindern.

Für Detailinformationen zu allen Direktiven steht die Manpage rndc.conf(5) zur Verfügung.

Dienst neu starten

Nach Änderungen an den Schlüsseln oder der rndc-Konfiguration muss der Dienst bind9 neu gestartet werden.

sudo systemctl restart bind9

Debian

rndc wird in der Regel ohne eigene /etc/bind/rndc.conf betrieben

  • Stattdessen verwendet rndc standardmäßig die automatisch erzeugte Schlüsseldatei /etc/bind/rndc.key
  • Diese Datei wird ebenfalls mit rndc-confgen -a erstellt
  • Als Ziel wird automatisch der lokale named auf 127.0.0.1, Port 953 angenommen


Dateien

Datei Beschreibung


Anwendung

Erneuten Domaintransfer

Am Slave starten

rndc retransfer <DOMAIN>

Problembehebung

Übereinstimmung der Schlüsseldefinitionen

Anhang

Siehe auch



Dokumentation

Projekt