Webserver
Webserver - Server, der Dokumente an Clients wie einen Webbrowser überträgt
Beschreibung
- Webserver
- Webserver-Software
- Computer mit Webserver-Software
- Einsatz von Webserver
- Dokumente
Dem geforderten Zweck zur Verfügung gestellt werden
- lokal
- firmenintern
- weltweit
Technik
Die Hauptaufgabe eines Webservers ist die Auslieferung statischer Dateien, z. B. unveränderlicher HTML- oder Bild-Dateien, oder dynamisch erzeugter Daten, z. B. Seiten, deren Inhalte stets individuell gemäß dem Profil eines eingeloggten Benutzers erstellt werden.
Für eine komplette Webseite werden in der Regel die HTML-Seite inklusive verknüpfter Designbeschreibungen (CSS) und Bilddateien (JPG, PNG, GIF, SVG) jeweils als einzelne Dateien übertragen. Für jede benötigte Datei muss der Webbrowser eine eigene Anfrage an den Webserver senden, d. h. zur Darstellung einer komplexen Webseite sind manchmal hunderte Anfragen und Serverantworten nötig. Ein Webserver ist in der Lage, die Inhalte einer Webseite gleichzeitig auf viele verschiedene Rechner auszuliefern. Wie schnell Nutzeranfragen bearbeitet werden können, hängt nicht zuletzt von der Komplexität der Webinhalte ab: Beispielsweise benötigen dynamische Webinhalte mehr Ressourcen als statische.[1]
Als Übertragungsmethoden dienen standardisierte Übertragungsprotokolle (HTTP, HTTPS) und Netzwerkprotokolle wie IP und TCP, üblicherweise über Port 80 (HTTP) und Port 443 (HTTPS). Aktuell ist HTTP/2, welches aus dem experimentellen Protokoll SPDY hervorging.
Dynamische Dokumente
Bei den meisten Webseiten werden die Inhalte erst beim Aufruf aus unterschiedlichen Quellen zusammengestellt.
Skriptsprachen wie ASP, PHP oder JSP interpretieren ein HTML-Dokument während des Aufrufs serverseitig und lassen es vom Webserver an den Webbrowser übertragen. Dabei wird der zuvor getrennte Inhalt und die Struktur aus Dateien und Datenbanken mit Content-Management-System zu einem Dokument verarbeitet. Webseiten und Applikationen wie Blogs, Onlineforen, Onlineshops etc. nutzen diese Technik.
Schnittstellen
Vorlage:Navigationsleiste Webserver-Schnittstellen
Weitere Funktionen
Neben dem Ausliefern von statischen oder dynamischen Dokumenten können Webserver noch weitere Funktionen erfüllen:
- Zugriffsbeschränkung
- wird die Authentifizierung nicht durch das CMS verwaltet, können Webserver auch die HTTP-Authentifizierung einsetzen.
- Sicherheit
- Zur Verschlüsselung der Server-Client-Kommunikation wird ggf. das HTTPS-Verfahren eingesetzt.
- Cookieverwaltung
- Webserver können auch HTTP-Cookies verwalten.
- Weiterleitung
- soll gar kein Dokument ausgeliefert werden, sondern der Aufruf auf ein anderes Dokument weitergeleitet werden, wird die Anfrage mit einer Rewrite-Engine umgeleitet.
- Fehler
- etwaige Fehler oder Erfolge werden dem Browser mit HTTP-Statuscodes und einer Fehlerseite mitgeteilt.
- Protokollierung
- Auf einem Webserver werden üblicherweise alle Anfragen in einer Logdatei protokolliert, aus der mittels Logdateianalyse Statistiken über Anzahl der Zugriffe pro Seite generiert werden können. HTTP ist ein verbindungs- und zustandsloses Protokoll. Damit ist die Zuordnung einer Anforderung zu einem Nutzer über die IP-Adresse grundsätzlich möglich. Die Zuordnung ist jedoch z. B. bei Web-Zugängen über LAN nicht immer eindeutig. Die Angabe von Visits, Hits, Benutzer o. Ä. ist daher nur eingeschränkt aussagekräftig. Zwischengeschaltete Proxyserver, die gegenüber dem Webserver als Client auftreten, erschweren diese Zuordnung zusätzlich.
- Caching
- bei großen Zugriffszahlen kann vor allem die aufwändige dynamische Inhaltsauslieferung gepuffert werden und mit HTTP-Caching der Webserver, Skripte und Datenbanken geschont werden.
Konfiguriert werden Webserver durch spezifische Konfigurationsdateien oder Interfaces global oder auch durch standardisierte Formate wie .htaccess.
Anhang
Siehe auch
Links
Weblinks