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Scp: Unterschied zwischen den Versionen

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{{DISPLAYTITLE:scp}}
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'''topic''' kurze Beschreibung
'''topic''' - Kurzbeschreibung


== Beschreibung ==
== Beschreibung ==
Das Kommandozeilenwerkzeug '''scp''' funktioniert in etwa so wie das normale Unix-Kommando '''cp''', nur dass es über Systemgrenzen hinweg funktioniert.
* Jedes Datei- oder Verzeichnisargument kann dabei optional, getrennt durch einen Doppelpunkt, durch einen vorangestellten Benutzer- oder Hostnamen ergänzt werden.
* Dabei werden weggelassene Teile durch den aktuellen Benutzernamen, ''localhost'' oder das Homeverzeichnis (oder das aktuelle Verzeichnis) ergänzt, etwa so:
scp benutzerx@server1:datei1 datei2 benutzery@server2:
In diesem Beispiel wurde die ''datei1'' aus dem Homeverzeichnis von ''benutzerx'' auf ''server1'' und die ''datei2'' aus dem aktuellen Verzeichnis des lokalen Hosts in das Homeverzeichnis von ''benutzery'' auf ''server2'' kopiert.
Der Befehl '''scp''' versteht auch einige von bekannte Optionen, bspw. <tt>-r</tt> für das rekursive Kopieren ganzer Verzeichnisbäume.
* Bedauerlicherweise unterstützt '''scp''' aber nicht alle '''cp'''-Optionen, die für das exakte Klonen von Verzeichnissen, inkl.
* aller Dateirechte und symbolischen Verknüpfungen notwendig sind.
* Für die exakte Replikation sollte deswegen entweder das Werkzeug <tt>rsync -e ssh</tt> genutzt werden (man beachte die Handbuchseite zu diesem Tool) oder der oben schon genutzte Trick mit '''tar''' und einer Pipe.
ssh root@server 'cd verzeichnis; tar czvf - verz./dateien' | tar xzf -
== Installation ==
== Installation ==
== Syntax ==
== Aufruf ==
=== Parameter ===
=== Argumente ===
=== Optionen ===
=== Optionen ===
=== Umgebungsvariablen ===
=== Umgebung ===
=== Exit-Status ===
=== Rückgabewert ===


== Konfiguration ==
== Konfiguration ==
=== Dateien ===
=== Dateien ===


== Anwendungen ==
== Anwendung ==
== Sicherheit ==
== Sicherheit ==
== Dokumentation ==
== Dokumentation ==
=== RFC ===
=== RFC ===
=== Man-Pages ===
=== Man-Page ===
=== Info-Pages ===
=== Info-Pages ===
=== Siehe auch ===
=== Siehe auch ===
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=== Projekt-Homepage ===
=== Projekt-Homepage ===
=== Weblinks ===
=== Weblinks ===
=== Einzelnachweise ===
<references />


== Testfragen ==
<div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed">
''Testfrage 1''
<div class="mw-collapsible-content">'''Antwort1'''</div>
</div>
<div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed">
''Testfrage 2''
<div class="mw-collapsible-content">'''Antwort2'''</div>
</div>
<div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed">
''Testfrage 3''
<div class="mw-collapsible-content">'''Antwort3'''</div>
</div>
<div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed">
''Testfrage 4''
<div class="mw-collapsible-content">'''Antwort4'''</div>
</div>
<div class="toccolours mw-collapsible mw-collapsed">
''Testfrage 5''
<div class="mw-collapsible-content">'''Antwort5'''</div>
</div>


[[Kategorie:Entwurf]]
= TMP =
Das Kommandozeilenwerkzeug '''scp''' funktioniert in etwa so wie das normale Unix-Kommando '''cp''', nur dass es über Systemgrenzen hinweg funktioniert.
* Jedes Datei- oder Verzeichnisargument kann dabei optional, getrennt durch einen Doppelpunkt, durch einen vorangestellten Benutzer- oder Hostnamen ergänzt werden.
* Dabei werden weggelassene Teile durch den aktuellen Benutzernamen, ''localhost'' oder das Homeverzeichnis (oder das aktuelle Verzeichnis) ergänzt, etwa so:
scp benutzerx@server1:datei1 datei2 benutzery@server2:


In diesem Beispiel wurde die ''datei1'' aus dem Homeverzeichnis von ''benutzerx'' auf ''server1'' und die ''datei2'' aus dem aktuellen Verzeichnis des lokalen Hosts in das Homeverzeichnis von ''benutzery'' auf ''server2'' kopiert.


Der Befehl '''scp''' versteht auch einige von bekannte Optionen, bspw. <tt>-r</tt> für das rekursive Kopieren ganzer Verzeichnisbäume.  
= Manpage =
* Bedauerlicherweise unterstützt '''scp''' aber nicht alle '''cp'''-Optionen, die für das exakte Klonen von Verzeichnissen, inkl.  
 
* aller Dateirechte und symbolischen Verknüpfungen notwendig sind.  
BEZEICHNUNG
* Für die exakte Replikation sollte deswegen entweder das Werkzeug <tt>rsync -e ssh</tt> genutzt werden (man beachte die Handbuchseite zu diesem Tool) oder der oben schon genutzte Trick mit '''tar''' und einer Pipe.
  scp — Sicheres Dateikopierprogramm der OpenSSH
ssh root@server 'cd verzeichnis; tar czvf - verz./dateien' | tar xzf -
 
ÜBERSICHT
  scp [-346ABCOpqRrsTv] [-c Chiffre] [-D SFTP-Server-Pfad] [-F SSH-Konfiguration] [-i Identitätsdatei] [-J Ziel] [-l Begrenzung] [-o SSH-Option] [-P
  Port] [-S Programm] Quelle … Ziel
 
BESCHREIBUNG
  scp kopiert Dateien zwischen Rechnern in einem Netz.
 
  Es verwendet ssh(1) zum Datentransfer und verwendet die gleiche Authentifizierung und stellt die gleiche Sicherheit wie eine Anmeldesitzung bereit.
 
  scp fragt nach Passwörtern oder Passphrasen, die für die Authentifizierung benötigt werden.
 
  Die Quelle und das Ziel können als lokale Pfadnamen, als ferner Rechner mit einem optionalen Pfad in der Form [Benutzer@]Rechner:[Pfad], oder als eine
  URI in der Form scp://[Benutzer@]Rechner[:Port][/Pfad]angegeben werden. Lokale Dateinamen können mit absoluten oder relativen Pfadnamen explizit ange‐
  geben werden, um zu vermeiden, dass scp Dateinamen, die '':'' enthalten, als Angabe von Rechnernamen behandelt.
 
  Wenn zwischen fernen Rechnern kopiert und das URI-Format verwandt wird, dann kann Port nicht auf dem Ziel angegeben werden, falls die Option -R ver‐
  wandt wird.
 
  Folgende Optionen stehen zur Verfügung:
 
  -3  Kopien zwischen den zwei fernen Rechnern werden über den lokalen Rechner übertragen. Ohne diese Option werden die Daten direkt zwischen den
      zwei fernen Rechnern übertragen. Beachten Sie, dass beim Einsatz des veralteten SCP-Protokolls (mittels des Schalters -O), diese Option den
      Stapelverarbeitungsmodus für den zweiten Rechner auswählt, da scp nicht für beide Rechner nach Passwörtern oder Passphrasen fragen kann. Dieser
      Modus ist die Vorgabe.
 
  -4  Erzwingt, dass scp nur IPv4-Adressen verwendet.
 
  -6  Erzwingt, dass scp nur IPv6-Adressen verwendet.
 
  -A  Erlaubt die Weiterleitung von ssh-agent(1) an das ferne System. Standardmäßig wird der Authentifizierungsvermittler nicht weitergeleitet.
 
  -B  Wählt den Stapelverarbeitungsmodus (verhindert Nachfragen bezüglich Passwort oder Passphrase).
 
  -C  Aktiviert Komprimierung. Übergibt den Schalter -C an ssh(1), um Komprimierung zu aktivieren.
 
  -c Chiffre
      Wählt die zur Kryptografie des Datentransfers zu verwendende Chiffre. Diese Option wird direkt an ssh(1) übergeben.
 
  -D SFTP-Server-Pfad
      Bei der Verwendung der SFTP-Protokollunterstützung mittels -M erfolgt die Verbindung direkt zum lokalen SFTP-Serverprogramm statt zu einem fer‐
      nen über ssh(1). Diese Option kann zur Fehlersuche von Client und Server hilfreich sein.
 
  -F SSH-Konfiguration
      Gibt eine alternative benutzerbezogene Konfigurationsdatei für ssh an. Diese Option wird direkt an ssh(1) übergeben.
 
  -i Identitätsdatei
      Wählt die Datei, aus der die Identität (privater Schlüssel) für asymmetrische Authentifizierung gelesen wird. Diese Option wird direkt an
      ssh(1) übergeben.
 
  -J Ziel
      Verbindet sich mit dem Zielrechner, indem scp zuerst eine Verbindung zu dem in Ziel beschriebenen Sprungrechner macht und dann von dort aus
      eine TCP-Weiterleitung zum dem endgültigen Ziel vornimmt. Es können, durch Kommata getrennt, mehrere Sprungrechner angegeben werden. Dies ist
      eine Kurzform der Angabe einer Konfigurationsanweisung ProxyJump. Diese Option wird direkt an ssh(1) weitergegeben.
 
  -l Begrenzung
      Begrenzt die Bandbreite, angegeben in kBit/s.
 
  -O  Verwendet das veraltete SCP-Protokoll statt des SFTP-Protokolls zur Dateiübertragung. Für Server, die SFTP nicht implementieren, zur Rückwärts‐
      kompatibilität für bestimmte Dateinamen-Platzhalter-Muster und zum Expandieren von Pfaden mit dem Präfix ‘~’ für ältere SFTP-Server kann das
      Erzwingen des SCP-Protokolls notwendig sein.
 
  -o SSH-Option
      Kann zur Übergabe von Optionen an ssh verwandt werden. Dabei wird das in ssh_config(5) verwandte Format benutzt. Dies ist nützlich, um Optionen
      anzugeben, für die es keinen separaten Befehlszeilenschalter für scp gibt. Die vollständigen Details für die nachfolgend aufgeführten Optionen
      und ihre möglichen Werte finden Sie in ssh_config(5).
 
          AddressFamily
          BatchMode
          BindAddress
          BindInterface
          CanonicalDomains
          CanonicalizeFallbackLocal
          CanonicalizeHostname
          CanonicalizeMaxDots
          CanonicalizePermittedCNAMEs
          CASignatureAlgorithms
          CertificateFile
          CheckHostIP
          Ciphers
          Compression
          ConnectionAttempts
          ConnectTimeout
          ControlMaster
          ControlPath
          ControlPersist
          GlobalKnownHostsFile
          GSSAPIAuthentication
          GSSAPIDelegateCredentials
          HashKnownHosts
          Host
          HostbasedAcceptedAlgorithms
          HostbasedAuthentication
          HostKeyAlgorithms
          HostKeyAlias
          Hostname
          IdentitiesOnly
          IdentityAgent
          IdentityFile
          IPQoS
          KbdInteractiveAuthentication
          KbdInteractiveDevices
          KexAlgorithms
          KnownHostsCommand
          LogLevel
          MACs
          NoHostAuthenticationForLocalhost
          NumberOfPasswordPrompts
          PasswordAuthentication
          PKCS11Provider
          Port
          PreferredAuthentications
          ProxyCommand
          ProxyJump
          PubkeyAcceptedAlgorithms
          PubkeyAuthentication
          RekeyLimit
          SendEnv
          ServerAliveInterval
          ServerAliveCountMax
          SetEnv
          StrictHostKeyChecking
          TCPKeepAlive
          UpdateHostKeys
          User
          UserKnownHostsFile
          VerifyHostKeyDNS
 
  -P Port
      Gibt den Port an, über den mit dem fernen Rechner verbunden werden soll. Beachten Sie, dass diese Option mit einem großen ''P'' geschrieben wird,
      da -p bereits für das Beibehalten der Zeiten und Modus-Bit der Datei reserviert ist.
 
  -p  Behält die Änderungszeiten, Zugriffszeiten und Datei-Modus-Bit der Quelldatei bei.
 
  -q  Stiller Modus: Deaktiviert die Fortschrittsanzeige sowie alle Warnungen und Prüfmeldungen von ssh(1).
 
  -R  Kopien zwischen den zwei fernen Rechnern erfolgen durch Verbindung mit dem Ursprungsrechner und der Ausführung von scp dort. Dazu muss scp, der
      auf dem Ursprungsrechner läuft, in der Lage sein, sich beim Zielrechner authentifizieren zu können, ohne ein Passwort zu benötigen.
 
  -r  Kopiert rekursiv gesamte Verzeichnisse. Beachten Sie, dass scp beim Verzeichnisdurchlauf symbolischen Links folgt.
 
  -S Programm
      Name des Programms, das für verschlüsselte Verbindungen verwandt werden soll. Das Programm muss die Optionen von ssh(1) verstehen.
 
  -T  Deaktiviert strenge Dateinamenüberprüfung. Standardmäßig wird beim Kopieren von Dateien von einem fernen Rechner in ein lokales Verzeichnis
      durch scp geprüft, dass die empfangenen Dateinamen auf die auf der Befehlszeile angeforderten passen, um zu verhindern, dass die Gegenstelle
      unerwartete oder unerwünschte Dateien sendet. Aufgrund der Unterschiede, wie verschiedene Betriebssysteme und Shells Dateinamen-Platzhalter in‐
      terpretieren, könnten diese Überprüfungen dazu führen, dass erwünschte Dateien abgelehnt werden. Diese Option deaktiviert diese Überprüfungen
      auf Kosten der Vertrauenswürdigkeit des anderen Servers, dass dieser keine unerwarteten Dateinamen sendet.
 
  -v  Ausführlicher Modus. Führt dazu, dass scp und ssh(1) Fehlersuchmeldungen zu ihrem Fortschritt ausgeben. Dies ist bei der Fehlersuche in Verbin‐
      dungen, Authentifizierungen und Konfigurationsproblemen hilfreich.
 
EXIT-STATUS
  The scp utility exits 0 on success, and >0 if an error occurs.
 
SIEHE AUCH
  sftp(1), ssh(1), ssh-add(1), ssh-agent(1), ssh-keygen(1), ssh_config(5), sftp-server(8), sshd(8)
 
GESCHICHTE
  scp basiert auf dem Rcp-Programm des BSD -Quellcodes der Verwaltung der Universität von Kalifornien.
 
  Seit OpenSSH 8.8 verwendet scp standardmäßig das SFTP-Protokoll für Übertragungen.
 
AUTOREN
  Timo Rinne <tri@iki.fi> Tatu Ylonen <ylo@cs.hut.fi>
 
WARNUNGEN
  Das veraltete SCP-Protokoll (mit dem Schalter -O ausgewählt) benötigt die Ausführung der fernen Benutzer-Shell, um glob(3) -Mustervergleiche durchzu‐
  führen. Dies benötigt sorgfältiges Maskieren aller Zeichen, die für die ferne Shell eine besondere Bedeutung haben, wie das Anführungszeichen.
 
ÜBERSETZUNG
  Die deutsche Übersetzung dieser Handbuchseite wurde von Helge Kreutzmann <debian@helgefjell.de> erstellt.
 
  Diese Übersetzung ist Freie Dokumentation; lesen Sie die GNU General Public License Version 3: https://www.gnu.org/licenses/gpl-3.0.html oder neuer be‐
  züglich der Copyright-Bedingungen. Es wird KEINE HAFTUNG übernommen.
 
  Wenn Sie Fehler in der Übersetzung dieser Handbuchseite finden, schicken Sie bitte eine E-Mail an die Mailingliste der Übersetzer:
  debian-l10n-german@lists.debian.org .
 
 
 
 
[[Kategorie:SSH/Befehl]]
[[Kategorie:Linux/Befehl]]
[[Kategorie:Netzwerk/Befehl]]


[[Kategorie:Entwurf]]
[[Kategorie:Ssh]]
[[Kategorie:Linux:Befehl]]
[[Kategorie:Netzwerkbefehle]]
{{DEFAULTSORT:scp}}
{{DEFAULTSORT:scp}}

Aktuelle Version vom 14. Juni 2026, 00:44 Uhr

topic - Kurzbeschreibung

Beschreibung

Das Kommandozeilenwerkzeug scp funktioniert in etwa so wie das normale Unix-Kommando cp, nur dass es über Systemgrenzen hinweg funktioniert.

  • Jedes Datei- oder Verzeichnisargument kann dabei optional, getrennt durch einen Doppelpunkt, durch einen vorangestellten Benutzer- oder Hostnamen ergänzt werden.
  • Dabei werden weggelassene Teile durch den aktuellen Benutzernamen, localhost oder das Homeverzeichnis (oder das aktuelle Verzeichnis) ergänzt, etwa so:
scp benutzerx@server1:datei1 datei2 benutzery@server2: 

In diesem Beispiel wurde die datei1 aus dem Homeverzeichnis von benutzerx auf server1 und die datei2 aus dem aktuellen Verzeichnis des lokalen Hosts in das Homeverzeichnis von benutzery auf server2 kopiert.

Der Befehl scp versteht auch einige von bekannte Optionen, bspw. -r für das rekursive Kopieren ganzer Verzeichnisbäume.

  • Bedauerlicherweise unterstützt scp aber nicht alle cp-Optionen, die für das exakte Klonen von Verzeichnissen, inkl.
  • aller Dateirechte und symbolischen Verknüpfungen notwendig sind.
  • Für die exakte Replikation sollte deswegen entweder das Werkzeug rsync -e ssh genutzt werden (man beachte die Handbuchseite zu diesem Tool) oder der oben schon genutzte Trick mit tar und einer Pipe.
ssh root@server 'cd verzeichnis; tar czvf - verz./dateien' | tar xzf -

Installation

Aufruf

Argumente

Optionen

Umgebung

Rückgabewert

Konfiguration

Dateien

Anwendung

Sicherheit

Dokumentation

RFC

Man-Page

Info-Pages

Siehe auch

Projekt-Homepage

Manpage

BEZEICHNUNG

  scp — Sicheres Dateikopierprogramm der OpenSSH

ÜBERSICHT

  scp [-346ABCOpqRrsTv] [-c Chiffre] [-D SFTP-Server-Pfad] [-F SSH-Konfiguration] [-i Identitätsdatei] [-J Ziel] [-l Begrenzung] [-o SSH-Option] [-P
  Port] [-S Programm] Quelle … Ziel

BESCHREIBUNG

  scp kopiert Dateien zwischen Rechnern in einem Netz.
  Es verwendet ssh(1) zum Datentransfer und verwendet die gleiche Authentifizierung und stellt die gleiche Sicherheit wie eine Anmeldesitzung bereit.
  scp fragt nach Passwörtern oder Passphrasen, die für die Authentifizierung benötigt werden.
  Die Quelle und das Ziel können als lokale Pfadnamen, als ferner Rechner mit einem optionalen Pfad in der Form [Benutzer@]Rechner:[Pfad], oder als eine
  URI in der Form scp://[Benutzer@]Rechner[:Port][/Pfad]angegeben werden. Lokale Dateinamen können mit absoluten oder relativen Pfadnamen explizit ange‐
  geben werden, um zu vermeiden, dass scp Dateinamen, die : enthalten, als Angabe von Rechnernamen behandelt.
  Wenn zwischen fernen Rechnern kopiert und das URI-Format verwandt wird, dann kann Port nicht auf dem Ziel angegeben werden, falls die Option -R ver‐
  wandt wird.
  Folgende Optionen stehen zur Verfügung:
  -3   Kopien zwischen den zwei fernen Rechnern werden über den lokalen Rechner übertragen. Ohne diese Option werden die Daten direkt zwischen den
      zwei fernen Rechnern übertragen. Beachten Sie, dass beim Einsatz des veralteten SCP-Protokolls (mittels des Schalters -O), diese Option den
      Stapelverarbeitungsmodus für den zweiten Rechner auswählt, da scp nicht für beide Rechner nach Passwörtern oder Passphrasen fragen kann. Dieser
      Modus ist die Vorgabe.
  -4   Erzwingt, dass scp nur IPv4-Adressen verwendet.
  -6   Erzwingt, dass scp nur IPv6-Adressen verwendet.
  -A   Erlaubt die Weiterleitung von ssh-agent(1) an das ferne System. Standardmäßig wird der Authentifizierungsvermittler nicht weitergeleitet.
  -B   Wählt den Stapelverarbeitungsmodus (verhindert Nachfragen bezüglich Passwort oder Passphrase).
  -C   Aktiviert Komprimierung. Übergibt den Schalter -C an ssh(1), um Komprimierung zu aktivieren.
  -c Chiffre
      Wählt die zur Kryptografie des Datentransfers zu verwendende Chiffre. Diese Option wird direkt an ssh(1) übergeben.
  -D SFTP-Server-Pfad
      Bei der Verwendung der SFTP-Protokollunterstützung mittels -M erfolgt die Verbindung direkt zum lokalen SFTP-Serverprogramm statt zu einem fer‐
      nen über ssh(1). Diese Option kann zur Fehlersuche von Client und Server hilfreich sein.
  -F SSH-Konfiguration
      Gibt eine alternative benutzerbezogene Konfigurationsdatei für ssh an. Diese Option wird direkt an ssh(1) übergeben.
  -i Identitätsdatei
      Wählt die Datei, aus der die Identität (privater Schlüssel) für asymmetrische Authentifizierung gelesen wird. Diese Option wird direkt an
      ssh(1) übergeben.
  -J Ziel
      Verbindet sich mit dem Zielrechner, indem scp zuerst eine Verbindung zu dem in Ziel beschriebenen Sprungrechner macht und dann von dort aus
      eine TCP-Weiterleitung zum dem endgültigen Ziel vornimmt. Es können, durch Kommata getrennt, mehrere Sprungrechner angegeben werden. Dies ist
      eine Kurzform der Angabe einer Konfigurationsanweisung ProxyJump. Diese Option wird direkt an ssh(1) weitergegeben.
  -l Begrenzung
      Begrenzt die Bandbreite, angegeben in kBit/s.
  -O   Verwendet das veraltete SCP-Protokoll statt des SFTP-Protokolls zur Dateiübertragung. Für Server, die SFTP nicht implementieren, zur Rückwärts‐
      kompatibilität für bestimmte Dateinamen-Platzhalter-Muster und zum Expandieren von Pfaden mit dem Präfix ‘~’ für ältere SFTP-Server kann das
      Erzwingen des SCP-Protokolls notwendig sein.
  -o SSH-Option
      Kann zur Übergabe von Optionen an ssh verwandt werden. Dabei wird das in ssh_config(5) verwandte Format benutzt. Dies ist nützlich, um Optionen
      anzugeben, für die es keinen separaten Befehlszeilenschalter für scp gibt. Die vollständigen Details für die nachfolgend aufgeführten Optionen
      und ihre möglichen Werte finden Sie in ssh_config(5).
         AddressFamily
         BatchMode
         BindAddress
         BindInterface
         CanonicalDomains
         CanonicalizeFallbackLocal
         CanonicalizeHostname
         CanonicalizeMaxDots
         CanonicalizePermittedCNAMEs
         CASignatureAlgorithms
         CertificateFile
         CheckHostIP
         Ciphers
         Compression
         ConnectionAttempts
         ConnectTimeout
         ControlMaster
         ControlPath
         ControlPersist
         GlobalKnownHostsFile
         GSSAPIAuthentication
         GSSAPIDelegateCredentials
         HashKnownHosts
         Host
         HostbasedAcceptedAlgorithms
         HostbasedAuthentication
         HostKeyAlgorithms
         HostKeyAlias
         Hostname
         IdentitiesOnly
         IdentityAgent
         IdentityFile
         IPQoS
         KbdInteractiveAuthentication
         KbdInteractiveDevices
         KexAlgorithms
         KnownHostsCommand
         LogLevel
         MACs
         NoHostAuthenticationForLocalhost
         NumberOfPasswordPrompts
         PasswordAuthentication
         PKCS11Provider
         Port
         PreferredAuthentications
         ProxyCommand
         ProxyJump
         PubkeyAcceptedAlgorithms
         PubkeyAuthentication
         RekeyLimit
         SendEnv
         ServerAliveInterval
         ServerAliveCountMax
         SetEnv
         StrictHostKeyChecking
         TCPKeepAlive
         UpdateHostKeys
         User
         UserKnownHostsFile
         VerifyHostKeyDNS
  -P Port
      Gibt den Port an, über den mit dem fernen Rechner verbunden werden soll. Beachten Sie, dass diese Option mit einem großen P geschrieben wird,
      da -p bereits für das Beibehalten der Zeiten und Modus-Bit der Datei reserviert ist.
  -p   Behält die Änderungszeiten, Zugriffszeiten und Datei-Modus-Bit der Quelldatei bei.
  -q   Stiller Modus: Deaktiviert die Fortschrittsanzeige sowie alle Warnungen und Prüfmeldungen von ssh(1).
  -R   Kopien zwischen den zwei fernen Rechnern erfolgen durch Verbindung mit dem Ursprungsrechner und der Ausführung von scp dort. Dazu muss scp, der
      auf dem Ursprungsrechner läuft, in der Lage sein, sich beim Zielrechner authentifizieren zu können, ohne ein Passwort zu benötigen.
  -r   Kopiert rekursiv gesamte Verzeichnisse. Beachten Sie, dass scp beim Verzeichnisdurchlauf symbolischen Links folgt.
  -S Programm
      Name des Programms, das für verschlüsselte Verbindungen verwandt werden soll. Das Programm muss die Optionen von ssh(1) verstehen.
  -T   Deaktiviert strenge Dateinamenüberprüfung. Standardmäßig wird beim Kopieren von Dateien von einem fernen Rechner in ein lokales Verzeichnis
      durch scp geprüft, dass die empfangenen Dateinamen auf die auf der Befehlszeile angeforderten passen, um zu verhindern, dass die Gegenstelle
      unerwartete oder unerwünschte Dateien sendet. Aufgrund der Unterschiede, wie verschiedene Betriebssysteme und Shells Dateinamen-Platzhalter in‐
      terpretieren, könnten diese Überprüfungen dazu führen, dass erwünschte Dateien abgelehnt werden. Diese Option deaktiviert diese Überprüfungen
      auf Kosten der Vertrauenswürdigkeit des anderen Servers, dass dieser keine unerwarteten Dateinamen sendet.
  -v   Ausführlicher Modus. Führt dazu, dass scp und ssh(1) Fehlersuchmeldungen zu ihrem Fortschritt ausgeben. Dies ist bei der Fehlersuche in Verbin‐
      dungen, Authentifizierungen und Konfigurationsproblemen hilfreich.

EXIT-STATUS

  The scp utility exits 0 on success, and >0 if an error occurs.

SIEHE AUCH

  sftp(1), ssh(1), ssh-add(1), ssh-agent(1), ssh-keygen(1), ssh_config(5), sftp-server(8), sshd(8)

GESCHICHTE

  scp basiert auf dem Rcp-Programm des BSD -Quellcodes der Verwaltung der Universität von Kalifornien.
  Seit OpenSSH 8.8 verwendet scp standardmäßig das SFTP-Protokoll für Übertragungen.

AUTOREN

  Timo Rinne <tri@iki.fi> Tatu Ylonen <ylo@cs.hut.fi>

WARNUNGEN

  Das veraltete SCP-Protokoll (mit dem Schalter -O ausgewählt) benötigt die Ausführung der fernen Benutzer-Shell, um glob(3) -Mustervergleiche durchzu‐
  führen. Dies benötigt sorgfältiges Maskieren aller Zeichen, die für die ferne Shell eine besondere Bedeutung haben, wie das Anführungszeichen.

ÜBERSETZUNG

  Die deutsche Übersetzung dieser Handbuchseite wurde von Helge Kreutzmann <debian@helgefjell.de> erstellt.
  Diese Übersetzung ist Freie Dokumentation; lesen Sie die GNU General Public License Version 3: https://www.gnu.org/licenses/gpl-3.0.html oder neuer be‐
  züglich der Copyright-Bedingungen. Es wird KEINE HAFTUNG übernommen.
  Wenn Sie Fehler in der Übersetzung dieser Handbuchseite finden, schicken Sie bitte eine E-Mail an die Mailingliste der Übersetzer:
  debian-l10n-german@lists.debian.org .