Zum Inhalt springen

Fail2ban: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Foxwiki
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
(101 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
{{DISPLAYTITLE:fail2ban}}
'''fail2ban''' - [[Intrusion Prevention System]]
= Wikipedia =
 
'''Fail2ban''' (sinngemäß „Fehlschlag führt zum Bann“) ist ein in [[Python (Programmiersprache)|Python]] geschriebenes ''[[Intrusion Prevention System]]'' (Framework zur Vorbeugung gegen Einbrüche), das auf allen [[Portable Operating System Interface|POSIX]]-Betriebssystemen läuft, die ein manipulierbares Paketfiltersystem oder eine [[Firewall]] besitzen (z.&nbsp;B. [[iptables]] unter Linux).<ref>[http://www.fail2ban.org/wiki/index.php/Requirements Requirements – Fail2ban]</ref>
== Beschreibung ==
Framework zur Vorbeugung gegen [[Einbrüche]]
 
; Betriebssysteme
* [[Linux]]/[[Portable Operating System Interface|POSIX]] mit Firewall
 
; Programmiersprache
* [[Python (Programmiersprache)|Python]]
 
; Lizenz
* [[GNU General Public License|GPL Version 2]] ([[freie Software]])
 
== Funktionsweise ==
; [[IP-Adresse]]n blockieren
* die wahrscheinlich zu Angreifern gehören
* die sich Zugang verschaffen wollen
 
; Log-File analyse
* /var/log/pwdfail
* /var/log/auth.log
* /var/log/apache2/error.log
 
; IP-Adressen
* die in einem vom Administrator angesetzten Zeitrahmen
* beispielsweise öfter versuchen, sich mit falschen Passwörtern anzumelden
* oder andere gefährliche
* oder sinnlose Aktionen ausführen
 
; Normalerweise ist fail2ban so konfiguriert
* dass es blockierte Adressen nach einer bestimmten Zeit wieder freigibt
* um keine seriösen Verbindungsversuche zu blockieren (beispielsweise, wenn die Angreifer-IP dynamisch einem anderen Host zugeteilt wird).
* Als hilfreich gilt eine Blockierzeit von einigen Minuten, um das Fluten des Servers mit bösartigen Verbindungsversuchen ([[Brute-Force|Brute Force]]) zu stoppen
 
=== Aktionen ===
; Wenn eine wahrscheinlich bösartige IP entdeckt wurde
* etwa diese IP mit einer Regel in ''iptables'' oder
* der zu TCP-Wrappern gehörenden <code>hosts.deny</code> zu blockieren, um nachfolgende Angriffe zurückzuweisen, E-Mail-Benachrichtigungen oder jede benutzerdefinierte Aktion, die mit [[Python (Programmiersprache)|Python]] ausgeführt werden kann
=== Filter ===
; Werden durch [[Regulärer Ausdruck|reguläre Ausdrücke]] definiert
* die gut angepasst werden können


| Name                = Fail2Ban
; Standardfilter
| Logo                = [[Datei:Fail2ban logo.png]]
* [[Apache HTTP Server|Apache]]
| Screenshot          = [[Datei:Fail2ban screenshot.jpg|200px]]
* [[Lighttpd]]
| Hersteller          = Cyril Jaquier, Arturo 'Buanzo' Busleiman
* [[OpenSSH|sshd]]
| Version              = 0.9.5
* [[vsftpd]]
| AktuelleVersionFreigabeDatum = 15. Juli 2016
* [[qmail]]
| Vorabversion        = 0.10.0
* [[Postfix (Mail Transfer Agent)|Postfix]]
| Betriebssystem      = [[Linux]]/[[Portable Operating System Interface|POSIXe]] mit Firewall
* [[Courier Mail Server]]
| Programmiersprache  = [[Python (Programmiersprache)|Python]]
| Kategorie            = [[Intrusion Prevention System]]
| Lizenz              = [[GNU General Public License|GPL Version 2]] ([[freie Software]])
| Website              = [http://www.fail2ban.org/ www.fail2ban.org]


== Funktionalität ==
=== Jail ===
Der Hauptzweck von fail2ban ist das Bestimmen und Blockieren bestimmter [[IP-Adresse]]n, die wahrscheinlich zu Angreifern gehören, die sich Zugang zum System verschaffen wollen.
; Die Kombination aus Filter und Aktion wird als ''jail'' (Gefängnis) bezeichnet
* fail2ban ermittelt aus Log-Dateien (u.&nbsp;a. <code>/var/log/pwdfail</code>, <code>/var/log/auth.log</code> oder <code>/var/log/apache2/error.log</code>) IP-Adressen, die in einem vom Administrator angesetzten Zeitrahmen z.&nbsp;B. öfter versuchen, sich mit falschen Passwörtern anzumelden oder andere gefährliche oder sinnlose Aktionen ausführen.<ref>[http://www.fail2ban.org/wiki/index.php/Features Features – Fail2ban]</ref> Normalerweise ist fail2ban so konfiguriert, dass es blockierte Adressen nach einer bestimmten Zeit wieder freigibt, um keine seriösen Verbindungsversuche zu blockieren (beispielsweise, wenn die Angreifer-IP dynamisch einem anderen Host zugeteilt wird).<ref>[http://www.fail2ban.org/wiki/index.php/MANUAL_0_8 MANUAL 0 8 – Fail2ban]</ref> Als hilfreich gilt eine Blockierzeit von einigen Minuten, um das Fluten des Servers mit bösartigen Verbindungsversuchen ([[Brute-Force-Methode|Brute Force]]) zu stoppen.
* ist in der Lage, bösartige Hosts zu blockieren


Fail2ban ist in der Lage, verschiedene Aktionen auszuführen, wenn eine wahrscheinlich bösartige IP entdeckt wurde, beispielsweise diese IP mit einer Regel in ''iptables'' oder der zu TCP-Wrappern gehörenden <code>hosts.deny</code> zu blockieren, um nachfolgende Angriffe zurückzuweisen, E-Mail-Benachrichtigungen oder jede benutzerdefinierte Aktion, die mit [[Python (Programmiersprache)|Python]] ausgeführt werden kann.<ref>[http://www.ducea.com/2006/07/03/using-fail2ban-to-block-brute-force-attacks/ Using fail2ban to Block Brute Force Attacks | MDLog:/sysadmin]</ref>
; Eine "jail" kann für jede Software erstellt werden, die Logdateien erstellt
* welche sich mit regulären Ausdrücken auswerten lassen
* Beispielsweise existiert für das WordPress-Plugin "Antispam Bee" ein "jail", welches Spam-Attacken bereits auf der Server-Ebene abwehrt und somit die Auslastung des [[Webserver]]s und der Datenbank reduziert


Die Standardkonfiguration enthält Filter für [[Apache HTTP Server|Apache]], [[Lighttpd]], [[OpenSSH|sshd]], [[vsftpd]], [[qmail]], [[Postfix (Mail Transfer Agent)|Postfix]] und den [[Courier Mail Server]].
== GUI ==
* Filter werden durch [[Regulärer Ausdruck|reguläre Ausdrücke]] definiert, die vom Administrator gut angepasst werden können.
# https://github.com/swissmakers/fail2ban-ui
* Die Kombination aus Filter und Aktion wird als ''jail'' (Gefängnis) bezeichnet<ref>{{Webarchiv |url=http://debaday.debian.net/2007/04/29/fail2ban-an-enemy-of-script-kiddies#jail |text=Debian Package of the Day >> Blog Archive >> Fail2ban: an enemy of script-kiddies |wayback=20080304160820}}</ref> und ist in der Lage, bösartige Hosts zu blockieren.<ref>Some users do not see an alternative solution at present: SLAC Computer Security of Stanford simply states in their recommendations, "''Use fail2ban to block ssh and Apache dictionary attacks''" {{Internetquelle |url=http://www2.slac.stanford.edu/computing/security/education/cyber-awareness-10-19-07.htm |titel=Cyber Security Awareness Month Day 19 – Linux Tips |hrsg=SLAC Computer Security |datum=2007-10-19 |sprache=en |archiv-url=https://web.archive.org/web/20091008025158/http://www2.slac.stanford.edu/computing/security/education/cyber-awareness-10-19-07.htm |archiv-datum=2009-10-08 |offline=1 |abruf=2008-01-15}}</ref> Ein „jail“ kann für jede Software erstellt werden, die Logdateien erstellt, welche sich mit Regulären Ausdrücken auswerten lassen.  
* Beispielsweise existiert für das WordPress-Plugin „Antispam Bee“ ein „jail“, welches Spam-Attacken bereits auf der Server-Ebene abwehrt und somit die Auslastung des [[Webserver]]s und der Datenbank reduziert.<ref>{{Webarchiv |url=http://cup.wpcoder.de/fail2ban-ip-firewall/ |text=Sicherheit und Spam-Schutz: Fail2Ban installieren und einrichten |wayback=20130713084151 |archiv-bot= |webciteID=}}</ref>


== Siehe auch ==
<noinclude>
* [[Filter recidive]]
* [[DenyHosts]]
* [[OSSEC]]
* [[Stockade (Software)]]


== Einzelnachweise ==
== Anhang ==
<references />
=== Siehe auch ===
{{Special:PrefixIndex/{{BASEPAGENAME}}/}}


[[Kategorie:Intrusion Detection/Prevention]]
=== Links ===
[[Kategorie:Freie Software]]
==== Projekt ====
[[Kategorie:Linux-Software]]
# https://www.fail2ban.org


==== Weblinks ====
# https://github.com/fail2ban/
# https://www.fail2ban.org/


{{DISPLAYTITLE:fail2ban}}
{{DEFAULTSORT:fail2ban}}
{{DEFAULTSORT:fail2ban}}
[[Kategorie:Fail2ban]]
</noinclude>

Aktuelle Version vom 10. März 2026, 16:23 Uhr

fail2ban - Intrusion Prevention System

Beschreibung

Framework zur Vorbeugung gegen Einbrüche

Betriebssysteme
Programmiersprache
Lizenz

Funktionsweise

IP-Adressen blockieren
  • die wahrscheinlich zu Angreifern gehören
  • die sich Zugang verschaffen wollen
Log-File analyse
  • /var/log/pwdfail
  • /var/log/auth.log
  • /var/log/apache2/error.log
IP-Adressen
  • die in einem vom Administrator angesetzten Zeitrahmen
  • beispielsweise öfter versuchen, sich mit falschen Passwörtern anzumelden
  • oder andere gefährliche
  • oder sinnlose Aktionen ausführen
Normalerweise ist fail2ban so konfiguriert
  • dass es blockierte Adressen nach einer bestimmten Zeit wieder freigibt
  • um keine seriösen Verbindungsversuche zu blockieren (beispielsweise, wenn die Angreifer-IP dynamisch einem anderen Host zugeteilt wird).
  • Als hilfreich gilt eine Blockierzeit von einigen Minuten, um das Fluten des Servers mit bösartigen Verbindungsversuchen (Brute Force) zu stoppen

Aktionen

Wenn eine wahrscheinlich bösartige IP entdeckt wurde
  • etwa diese IP mit einer Regel in iptables oder
  • der zu TCP-Wrappern gehörenden hosts.deny zu blockieren, um nachfolgende Angriffe zurückzuweisen, E-Mail-Benachrichtigungen oder jede benutzerdefinierte Aktion, die mit Python ausgeführt werden kann

Filter

Werden durch reguläre Ausdrücke definiert
  • die gut angepasst werden können
Standardfilter

Jail

Die Kombination aus Filter und Aktion wird als jail (Gefängnis) bezeichnet
  • ist in der Lage, bösartige Hosts zu blockieren
Eine "jail" kann für jede Software erstellt werden, die Logdateien erstellt
  • welche sich mit regulären Ausdrücken auswerten lassen
  • Beispielsweise existiert für das WordPress-Plugin "Antispam Bee" ein "jail", welches Spam-Attacken bereits auf der Server-Ebene abwehrt und somit die Auslastung des Webservers und der Datenbank reduziert

GUI

  1. https://github.com/swissmakers/fail2ban-ui


Anhang

Siehe auch

Projekt

  1. https://www.fail2ban.org
  1. https://github.com/fail2ban/
  2. https://www.fail2ban.org/