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Linux/SELinux/05 SEPolicy: Unterschied zwischen den Versionen

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=== Die sepolicy-Suite ===
=== Die sepolicy-Suite ===
Das Dienstprogramm ‚'sepolicy‘' bietet eine Reihe von Funktionen zur Abfrage der installierten SELinux-Richtlinie
[[sepolicy]] bietet eine Reihe von Funktionen zur Abfrage der installierten SELinux-Richtlinie
* Diese Funktionen sind entweder neu oder wurden zuvor von separaten Dienstprogrammen wie 'sepolgen‘' oder 'setrans‘' bereitgestellt
* Diese Funktionen sind entweder neu oder wurden zuvor von separaten Dienstprogrammen wie ''sepolgen'' oder ''setrans'' bereitgestellt
* Mit dieser Suite können Sie Übergangsberichte, Manpages oder sogar neue Richtlinienmodule erstellen, wodurch Benutzer einen einfacheren Zugang zur SELinux-Richtlinie erhalten und diese besser verstehen können
* Mit dieser Suite können Sie Übergangsberichte, Manpages oder sogar neue Richtlinienmodule erstellen, wodurch Benutzer einen einfacheren Zugang zur SELinux-Richtlinie erhalten und diese besser verstehen können


Das Paket policycoreutils-devel stellt ‚'sepolicy‘' bereit
Das Paket policycoreutils-devel stellt [[sepolicy]] bereit


Geben Sie als Root-Benutzer den folgenden Befehl ein, um ‚'sepolicy‘' zu installieren
Geben Sie als Root-Benutzer den folgenden Befehl ein, um [[sepolicy]] zu installieren
  yum install policycoreutils-devel
  sudo yum install policycoreutils-devel


; Die Funktionen von sepolicy
; Funktionen von sepolicy
Die 'sepolicy‘'-Suite bietet die folgenden Funktionen, die als Befehlszeilenparameter aufgerufen werden:
Die ''sepolicy''-Suite bietet die folgenden Funktionen, die als Befehlszeilenparameter aufgerufen werden:
{| class="wikitable options big"
{| class="wikitable options big"
!Funktion
!Funktion
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|}
|}


=== Die sepolicy-Python-Bindings ===
=== sepolicy-Python-Bindings ===
In früheren Linux-Versionen enthielt das setools-Paket die Dienstprogramme 'sesearch‘' und 'seinfo‘'
In früheren Linux-Versionen enthielt das setools-Paket die Dienstprogramme ''sesearch'' und ''seinfo''
* Das Dienstprogramm 'sesearch‘' dient zum Suchen von Regeln in einer SELinux-Richtlinie, während das Dienstprogramm 'seinfo‘' es ermöglicht, verschiedene andere Komponenten der Richtlinie abzufragen
* Das Dienstprogramm ''sesearch'' dient zum Suchen von Regeln in einer SELinux-Richtlinie, während das Dienstprogramm ''seinfo'' es ermöglicht, verschiedene andere Komponenten der Richtlinie abzufragen


In Linux wurden Python-Bindings für 'sesearch‘' und 'seinfo‘' hinzugefügt, sodass Sie die Funktionalität dieser Dienstprogramme über die 'sepolicy‘'-Suite nutzen können
In Linux wurden Python-Bindings für ''sesearch'' und ''seinfo'' hinzugefügt, sodass Sie die Funktionalität dieser Dienstprogramme über die ''sepolicy''-Suite nutzen können


Siehe das folgende Beispiel:
; Beispiel
   
  ‚‘> python
‚‘> python
  >>> import sepolicy
  >>> import sepolicy
  >>> sepolicy.info(sepolicy.ATTRIBUTE)
  >>> sepolicy.info(sepolicy.ATTRIBUTE)
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* Unter Linux wird der Befehl „sepolicy generate“ verwendet, um eine erste Vorlage für ein SELinux-Richtlinienmodul zu generieren
* Unter Linux wird der Befehl „sepolicy generate“ verwendet, um eine erste Vorlage für ein SELinux-Richtlinienmodul zu generieren


Im Gegensatz zu 'sepolgen‘' ist es nicht erforderlich, 'sepolicy generate‘' als Root-Benutzer auszuführen
Im Gegensatz zu ''sepolgen'' ist es nicht erforderlich, ''sepolicy generate'' als Root-Benutzer auszuführen
* Dieses Dienstprogramm erstellt außerdem eine RPM-Spec-Datei, mit der ein RPM-Paket erstellt werden kann, das die Policy-Paketdatei (‚‘''NAME'‚.pp‘') und die Schnittstellendatei (‚‘''NAME'‚.if‘') am richtigen Ort installiert, die SELinux-Policy in den Kernel integriert und die Labeling-Einstellungen anpasst
* Dieses Dienstprogramm erstellt außerdem eine RPM-Spec-Datei, mit der ein RPM-Paket erstellt werden kann, das die Policy-Paketdatei (‚'''NAME'‚.pp'') und die Schnittstellendatei (‚'''NAME'‚.if'') am richtigen Ort installiert, die SELinux-Policy in den Kernel integriert und die Labeling-Einstellungen anpasst
* Das Setup-Skript installiert anschließend die SELinux-Policy und richtet das Labeling ein
* Das Setup-Skript installiert anschließend die SELinux-Policy und richtet das Labeling ein
* Darüber hinaus wird mit dem Befehl 'sepolicy manpage‘' eine Handbuchseite basierend auf der installierten Richtlinie generiert. [7] Schließlich erstellt und kompiliert 'sepolicy generate‘' die SELinux-Richtlinie und die Handbuchseite zu einem RPM-Paket, das zur Installation auf anderen Systemen bereit ist
* Darüber hinaus wird mit dem Befehl ''sepolicy manpage'' eine Handbuchseite basierend auf der installierten Richtlinie generiert. [7] Schließlich erstellt und kompiliert ''sepolicy generate'' die SELinux-Richtlinie und die Handbuchseite zu einem RPM-Paket, das zur Installation auf anderen Systemen bereit ist


Wenn 'sepolicy generate‘' ausgeführt wird, werden die folgenden Dateien erzeugt:
Wenn ''sepolicy generate'' ausgeführt wird, werden die folgenden Dateien erzeugt:


; ‚‘''NAME'‚.te‘' – Typ-Enforcing-Datei
; ‚'''NAME'‚.te'' – Typ-Enforcing-Datei
: Diese Datei definiert alle Typen und Regeln für eine bestimmte Domäne
: Diese Datei definiert alle Typen und Regeln für eine bestimmte Domäne
; ‚‘''NAME'‚.if‘' – Schnittstellendatei
; ‚'''NAME'‚.if'' – Schnittstellendatei
: Diese Datei definiert den Standard-Dateikontext für das System
: Diese Datei definiert den Standard-Dateikontext für das System
* Sie übernimmt die in der Datei 'NAME.te‘' erstellten Dateitypen und ordnet den Typen Dateipfade zu
* Sie übernimmt die in der Datei ''NAME.te'' erstellten Dateitypen und ordnet den Typen Dateipfade zu
* Dienstprogramme wie 'restorecon‘' und 'rpm‘' verwenden diese Pfade, um Labels zu schreiben
* Dienstprogramme wie ''restorecon'' und ''rpm'' verwenden diese Pfade, um Labels zu schreiben
; ‚‘''NAME'‚_selinux.spec‘' – RPM-Spezifikationsdatei
; ‚'''NAME'‚_selinux.spec'' – RPM-Spezifikationsdatei
: Diese Datei ist eine RPM-Spezifikationsdatei, die die SELinux-Richtlinie installiert und die Labeling-Einstellungen vornimmt
: Diese Datei ist eine RPM-Spezifikationsdatei, die die SELinux-Richtlinie installiert und die Labeling-Einstellungen vornimmt
* Diese Datei installiert außerdem die Schnittstellendatei und eine Man-Seite, die die Richtlinie beschreibt
* Diese Datei installiert außerdem die Schnittstellendatei und eine Man-Seite, die die Richtlinie beschreibt
* Sie können den Befehl 'sepolicy manpage -d 'NAME'‚‘' verwenden, um die Man-Seite zu generieren
* Sie können den Befehl ''sepolicy manpage -d ''NAME'‚'' verwenden, um die Man-Seite zu generieren
; ‚‘''NAME'‚.sh‘' – Hilfs-Shell-Skript
; ‚'''NAME'‚.sh'' – Hilfs-Shell-Skript
: Dieses Skript hilft beim Kompilieren, Installieren und Korrigieren der Kennzeichnung auf dem System
: Dieses Skript hilft beim Kompilieren, Installieren und Korrigieren der Kennzeichnung auf dem System
* Es generiert außerdem eine Man-Seite basierend auf der installierten Richtlinie, kompiliert und erstellt ein RPM-Paket, das für die Installation auf anderen Systemen geeignet ist
* Es generiert außerdem eine Man-Seite basierend auf der installierten Richtlinie, kompiliert und erstellt ein RPM-Paket, das für die Installation auf anderen Systemen geeignet ist


Wenn es möglich ist, ein SELinux-Richtlinienmodul zu generieren, gibt 'sepolicy generate‘' alle generierten Pfade von der Quelldomäne zur Zieldomäne aus
Wenn es möglich ist, ein SELinux-Richtlinienmodul zu generieren, gibt ''sepolicy generate'' alle generierten Pfade von der Quelldomäne zur Zieldomäne aus
* Weitere Informationen zu 'sepolicy generate‘' finden Sie auf der Man-Seite sepolicy-generate(8)
* Weitere Informationen zu ''sepolicy generate'' finden Sie auf der Man-Seite sepolicy-generate(8)


=== Domänenübergänge verstehen: sepolicy transition ===
=== Domänenübergänge verstehen: sepolicy transition ===
Früher wurde das Dienstprogramm 'setrans‘' verwendet, um zu prüfen, ob ein Übergang zwischen zwei Domänen- oder Prozesstypen möglich ist, und es gab alle Zwischentypen aus, die für den Übergang zwischen diesen Domänen oder Prozessen verwendet werden
Früher wurde das Dienstprogramm ''setrans'' verwendet, um zu prüfen, ob ein Übergang zwischen zwei Domänen- oder Prozesstypen möglich ist, und es gab alle Zwischentypen aus, die für den Übergang zwischen diesen Domänen oder Prozessen verwendet werden
* Unter Linux ist 'setrans‘' als Teil der 'sepolicy‘'-Suite verfügbar, und stattdessen wird nun der Befehl 'sepolicy transition‘' verwendet
* Unter Linux ist ''setrans'' als Teil der ''sepolicy''-Suite verfügbar, und stattdessen wird nun der Befehl ''sepolicy transition'' verwendet


Der Befehl 'sepolicy transition‘' fragt eine SELinux-Richtlinie ab und erstellt einen Prozessübergangsbericht
Der Befehl ''sepolicy transition'' fragt eine SELinux-Richtlinie ab und erstellt einen Prozessübergangsbericht
* Der Befehl 'sepolicy transition‘' benötigt zwei Befehlszeilenargumente – eine Quelldomäne (angegeben mit der Option ‚‘-s'‚) und eine Zieldomäne (angegeben mit der Option '-t'')
* Der Befehl ''sepolicy transition'' benötigt zwei Befehlszeilenargumente – eine Quelldomäne (angegeben mit der Option ‚‘-s'‚) und eine Zieldomäne (angegeben mit der Option ''-t'')
* Wenn nur die Quelldomäne angegeben wird, listet „sepolicy transition“ alle möglichen Domänen auf, zu denen die Quelldomäne wechseln kann
* Wenn nur die Quelldomäne angegeben wird, listet „sepolicy transition“ alle möglichen Domänen auf, zu denen die Quelldomäne wechseln kann
* Die folgende Ausgabe enthält nicht alle Einträge
* Die folgende Ausgabe enthält nicht alle Einträge
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httpd_t @ httpd_unconfined_script_exec_t --> httpd_unconfined_script_t''
httpd_t @ httpd_unconfined_script_exec_t --> httpd_unconfined_script_t''
Wenn die Zieldomäne angegeben ist, untersucht „sepolicy transition“ die SELinux-Richtlinie auf alle Übergangspfade von der Quelldomäne zur Zieldomäne und listet diese Pfade auf
Wenn die Zieldomäne angegeben ist, untersucht „sepolicy transition“ die SELinux-Richtlinie auf alle Übergangspfade von der Quelldomäne zur Zieldomäne und listet diese Pfade auf
* Die folgende Ausgabe ist unvollständig:
 
   
Die folgende Ausgabe ist unvollständig:  
‚‘~]$ sepolicy transition -s httpd_t -t system_mail_t
  sepolicy transition -s httpd_t -t system_mail_t
  httpd_t @ exim_exec_t --> system_mail_t
  httpd_t @ exim_exec_t --> system_mail_t
  httpd_t @ courier_exec_t --> system_mail_t
  httpd_t @ courier_exec_t --> system_mail_t
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Der Befehl „sepolicy manpage“ generiert Handbuchseiten auf Basis der SELinux-Richtlinie, die Prozessdomänen dokumentieren
Der Befehl „sepolicy manpage“ generiert Handbuchseiten auf Basis der SELinux-Richtlinie, die Prozessdomänen dokumentieren
* Dadurch ist diese Dokumentation stets auf dem neuesten Stand
* Dadurch ist diese Dokumentation stets auf dem neuesten Stand
* Jeder Name der automatisch generierten Handbuchseiten besteht aus dem Namen der Prozessdomäne und dem Suffix '_selinux‘', zum Beispiel 'httpd_selinux‘'
* Jeder Name der automatisch generierten Handbuchseiten besteht aus dem Namen der Prozessdomäne und dem Suffix ''_selinux'', zum Beispiel ''httpd_selinux''


Die Handbuchseiten enthalten mehrere Abschnitte, die Informationen zu verschiedenen Teilen der SELinux-Richtlinie für eingeschränkte Domänen bereitstellen:
Die Handbuchseiten enthalten mehrere Abschnitte, die Informationen zu verschiedenen Teilen der SELinux-Richtlinie für eingeschränkte Domänen bereitstellen:


* Der Abschnitt 'Entrypoints‘' enthält alle ausführbaren Dateien, die während eines Domänenübergangs ausgeführt werden müssen
* Der Abschnitt ''Entrypoints'' enthält alle ausführbaren Dateien, die während eines Domänenübergangs ausgeführt werden müssen
* Der Abschnitt „Process Types“ listet alle Prozesstypen auf, die mit demselben Präfix wie die Zieldomäne beginnen
* Der Abschnitt „Process Types“ listet alle Prozesstypen auf, die mit demselben Präfix wie die Zieldomäne beginnen
* Der Abschnitt „Booleans“ listet die mit der Domäne verbundenen Booleschen Werte auf
* Der Abschnitt „Booleans“ listet die mit der Domäne verbundenen Booleschen Werte auf

Version vom 24. März 2026, 09:45 Uhr

Die sepolicy-Suite

sepolicy bietet eine Reihe von Funktionen zur Abfrage der installierten SELinux-Richtlinie

  • Diese Funktionen sind entweder neu oder wurden zuvor von separaten Dienstprogrammen wie sepolgen oder setrans bereitgestellt
  • Mit dieser Suite können Sie Übergangsberichte, Manpages oder sogar neue Richtlinienmodule erstellen, wodurch Benutzer einen einfacheren Zugang zur SELinux-Richtlinie erhalten und diese besser verstehen können

Das Paket policycoreutils-devel stellt sepolicy bereit

Geben Sie als Root-Benutzer den folgenden Befehl ein, um sepolicy zu installieren

sudo yum install policycoreutils-devel
Funktionen von sepolicy

Die sepolicy-Suite bietet die folgenden Funktionen, die als Befehlszeilenparameter aufgerufen werden:

Funktion Beschreibung
booleans Abfrage der SELinux-Richtlinie zur Anzeige der Beschreibung von Booleschen Werten
communicate Abfrage der SELinux-Richtlinie, um zu prüfen, ob Domänen miteinander kommunizieren können
generate Erstellung einer Vorlage für ein SELinux-Richtlinienmodul
gui Grafische Benutzeroberfläche für die SELinux-Richtlinie
interface Auflistung der SELinux-Richtlinien-Schnittstellen
manpage SELinux-Manpages generieren
network Netzwerkinformationen der SELinux-Richtlinie abfragen
transition SELinux-Richtlinie abfragen und einen Prozessübergangsbericht generieren

sepolicy-Python-Bindings

In früheren Linux-Versionen enthielt das setools-Paket die Dienstprogramme sesearch und seinfo

  • Das Dienstprogramm sesearch dient zum Suchen von Regeln in einer SELinux-Richtlinie, während das Dienstprogramm seinfo es ermöglicht, verschiedene andere Komponenten der Richtlinie abzufragen

In Linux wurden Python-Bindings für sesearch und seinfo hinzugefügt, sodass Sie die Funktionalität dieser Dienstprogramme über die sepolicy-Suite nutzen können

Beispiel
‚‘> python
>>> import sepolicy
>>> sepolicy.info(sepolicy.ATTRIBUTE)
Gibt ein Wörterbuch mit allen Informationen zu SELinux-Attributen zurück
>>>sepolicy.search([sepolicy.ALLOW])
Gibt ein Wörterbuch mit allen Zulassungsregeln in der Richtlinie zurück.‚‘

Generieren von SELinux-Richtlinienmodulen: sepolicy generate

In früheren Linux-Versionen wurden die Dienstprogramme „sepolgen“ oder „selinux-polgengui“ zum Generieren einer SELinux-Richtlinie verwendet

  • Diese Tools wurden in die „sepolicy“-Suite integriert
  • Unter Linux wird der Befehl „sepolicy generate“ verwendet, um eine erste Vorlage für ein SELinux-Richtlinienmodul zu generieren

Im Gegensatz zu sepolgen ist es nicht erforderlich, sepolicy generate als Root-Benutzer auszuführen

  • Dieses Dienstprogramm erstellt außerdem eine RPM-Spec-Datei, mit der ein RPM-Paket erstellt werden kann, das die Policy-Paketdatei (‚NAME'‚.pp) und die Schnittstellendatei (‚NAME'‚.if) am richtigen Ort installiert, die SELinux-Policy in den Kernel integriert und die Labeling-Einstellungen anpasst
  • Das Setup-Skript installiert anschließend die SELinux-Policy und richtet das Labeling ein
  • Darüber hinaus wird mit dem Befehl sepolicy manpage eine Handbuchseite basierend auf der installierten Richtlinie generiert. [7] Schließlich erstellt und kompiliert sepolicy generate die SELinux-Richtlinie und die Handbuchseite zu einem RPM-Paket, das zur Installation auf anderen Systemen bereit ist

Wenn sepolicy generate ausgeführt wird, werden die folgenden Dateien erzeugt:

‚'NAME'‚.te – Typ-Enforcing-Datei
Diese Datei definiert alle Typen und Regeln für eine bestimmte Domäne
‚'NAME'‚.if – Schnittstellendatei
Diese Datei definiert den Standard-Dateikontext für das System
  • Sie übernimmt die in der Datei NAME.te erstellten Dateitypen und ordnet den Typen Dateipfade zu
  • Dienstprogramme wie restorecon und rpm verwenden diese Pfade, um Labels zu schreiben
‚'NAME'‚_selinux.spec – RPM-Spezifikationsdatei
Diese Datei ist eine RPM-Spezifikationsdatei, die die SELinux-Richtlinie installiert und die Labeling-Einstellungen vornimmt
  • Diese Datei installiert außerdem die Schnittstellendatei und eine Man-Seite, die die Richtlinie beschreibt
  • Sie können den Befehl sepolicy manpage -d NAME'‚ verwenden, um die Man-Seite zu generieren
‚'NAME'‚.sh – Hilfs-Shell-Skript
Dieses Skript hilft beim Kompilieren, Installieren und Korrigieren der Kennzeichnung auf dem System
  • Es generiert außerdem eine Man-Seite basierend auf der installierten Richtlinie, kompiliert und erstellt ein RPM-Paket, das für die Installation auf anderen Systemen geeignet ist

Wenn es möglich ist, ein SELinux-Richtlinienmodul zu generieren, gibt sepolicy generate alle generierten Pfade von der Quelldomäne zur Zieldomäne aus

  • Weitere Informationen zu sepolicy generate finden Sie auf der Man-Seite sepolicy-generate(8)

Domänenübergänge verstehen: sepolicy transition

Früher wurde das Dienstprogramm setrans verwendet, um zu prüfen, ob ein Übergang zwischen zwei Domänen- oder Prozesstypen möglich ist, und es gab alle Zwischentypen aus, die für den Übergang zwischen diesen Domänen oder Prozessen verwendet werden

  • Unter Linux ist setrans als Teil der sepolicy-Suite verfügbar, und stattdessen wird nun der Befehl sepolicy transition verwendet

Der Befehl sepolicy transition fragt eine SELinux-Richtlinie ab und erstellt einen Prozessübergangsbericht

  • Der Befehl sepolicy transition benötigt zwei Befehlszeilenargumente – eine Quelldomäne (angegeben mit der Option ‚‘-s'‚) und eine Zieldomäne (angegeben mit der Option -t)
  • Wenn nur die Quelldomäne angegeben wird, listet „sepolicy transition“ alle möglichen Domänen auf, zu denen die Quelldomäne wechseln kann
  • Die folgende Ausgabe enthält nicht alle Einträge
  • Das Zeichen „@“ bedeutet „ausführen“:
‚‘~]$ sepolicy transition -s httpd_t
httpd_t @ httpd_suexec_exec_t --> httpd_suexec_t

httpd_t @ mailman_cgi_exec_t --> mailman_cgi_t

httpd_t @ abrt_retrace_worker_exec_t --> abrt_retrace_worker_t
httpd_t @ dirsrvadmin_unconfined_script_exec_t --> dirsrvadmin_unconfined_script_t

httpd_t @ httpd_unconfined_script_exec_t --> httpd_unconfined_script_t Wenn die Zieldomäne angegeben ist, untersucht „sepolicy transition“ die SELinux-Richtlinie auf alle Übergangspfade von der Quelldomäne zur Zieldomäne und listet diese Pfade auf

Die folgende Ausgabe ist unvollständig:

sepolicy transition -s httpd_t -t system_mail_t
httpd_t @ exim_exec_t --> system_mail_t
httpd_t @ courier_exec_t --> system_mail_t
httpd_t @ sendmail_exec_t --> system_mail_t
httpd_t ..
  • httpd_suexec_t @ sendmail_exec_t --> system_mail_t
httpd_t ..
  • httpd_suexec_t @ exim_exec_t --> system_mail_t
httpd_t ..
  • httpd_suexec_t @ courier_exec_t --> system_mail_t
httpd_t ..
  • httpd_suexec_t ..
  • httpd_mojomojo_script_t @ sendmail_exec_t --> system_mail_t

Weitere Informationen zum „sepolicy-transition“ finden Sie in der sepolicy-transition(8)-Handbuchseite

Erstellen von Handbuchseiten: sepolicy manpage

Der Befehl „sepolicy manpage“ generiert Handbuchseiten auf Basis der SELinux-Richtlinie, die Prozessdomänen dokumentieren

  • Dadurch ist diese Dokumentation stets auf dem neuesten Stand
  • Jeder Name der automatisch generierten Handbuchseiten besteht aus dem Namen der Prozessdomäne und dem Suffix _selinux, zum Beispiel httpd_selinux

Die Handbuchseiten enthalten mehrere Abschnitte, die Informationen zu verschiedenen Teilen der SELinux-Richtlinie für eingeschränkte Domänen bereitstellen:

  • Der Abschnitt Entrypoints enthält alle ausführbaren Dateien, die während eines Domänenübergangs ausgeführt werden müssen
  • Der Abschnitt „Process Types“ listet alle Prozesstypen auf, die mit demselben Präfix wie die Zieldomäne beginnen
  • Der Abschnitt „Booleans“ listet die mit der Domäne verbundenen Booleschen Werte auf
  • Der Abschnitt „Port Types“ enthält die Porttypen, die mit demselben Präfix wie die Domäne übereinstimmen, und beschreibt die diesen Porttypen zugewiesenen Standardportnummern
  • Der Abschnitt „Managed Files“ beschreibt die Typen, in die die Domäne schreiben darf, sowie die diesen Typen zugeordneten Standardpfade
  • Der Abschnitt „File Contexts“ enthält alle mit der Domäne verbundenen Dateitypen und beschreibt, wie diese Dateitypen zusammen mit der Standard-Pfadkennzeichnung auf einem System verwendet werden
  • Der Abschnitt „Sharing Files“ erläutert die Verwendung der Domänen-Freigabetypen, wie z. B. „public_content_t“

Weitere Informationen zu „sepolicy manpage“ finden Sie auf der sepolicy-manpage(8)-Handbuchseite


[7] Weitere Informationen zu „sepolicy manpage“ finden Sie in Abschnitt 5.4, „Erstellen von Handbuchseiten: „sepolicy manpage““