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BIND/rndc: Unterschied zwischen den Versionen

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* Diese Datei wird ebenfalls mit ''rndc-confgen -a'' erstellt
* Diese Datei wird ebenfalls mit ''rndc-confgen -a'' erstellt
* Als Ziel wird automatisch der lokale named auf '''127.0.0.1''', Port '''953''' angenommen
* Als Ziel wird automatisch der lokale named auf '''127.0.0.1''', Port '''953''' angenommen
=== Konfiguration in /etc/bind/named.conf ===
Für die Nutzung von ''rndc'' muss eine ''controls''-Direktive in der ''named''-Konfiguration vorhanden sein.
; ''controls''-Direktive
<syntaxhighlight lang="json" highlight="" line copy>
controls {
inet 127.0.0.1 allow { localhost; } keys { "rndc-key"; };
inet ::1    allow { localhost; } keys { "rndc-key"; };
};
</syntaxhighlight>
Diese Anweisung veranlasst ''named'', auf 127.0.0.1:953 und ::1:953 Verbindungen zu akzeptieren und nur Anfragen zu erlauben, die mit dem Schlüssel ''"rndc-key"'' signiert sind.
; ''key''-Definition
<syntaxhighlight lang="json" highlight="" line copy>
key "rndc-key" {
algorithm hmac-sha256;
secret "BASE64-KEY";
};
</syntaxhighlight>
* ''algorithm hmac-sha256;'' – empfiehlt sich als aktueller Standard für TSIG-Schlüssel.
; Schlüsselgenerierung mit rndc-confgen
In typischen Installationen wird der Schlüssel automatisch mit ''rndc-confgen'' erzeugt:
<syntaxhighlight lang="bash" highlight="1" line copy>rndc-confgen -a</syntaxhighlight>
Dieser Befehl erzeugt eine Datei ''/etc/bind/rndc.key'' mit einer passenden ''key''-Definition und setzt dabei restriktive Dateirechte (z. B. Modus 0600).
Der generierte Schlüssel befindet sich in der zugehörigen ''.key''-Datei (z. B. ''Krndc-key.+161+12345.key'') und wird in das Feld ''secret'' übernommen.
; Hinweis
: Klartext-Schlüssel sollten nicht direkt in einer global lesbaren Konfigurationsdatei stehen. Schlüsseldefinitionen werden in eine separate, nur für ''root'' lesbare Datei ausgelagert und per ''include'' eingebunden, z. B.:
<syntaxhighlight lang="json" highlight="" line copy>
include "/etc/bind/rndc.key";
</syntaxhighlight>
=== Konfiguration in /etc/bind/rndc.conf ===
Die Datei ''/etc/bind/rndc.conf'' beschreibt, mit welchen Schlüsseln und gegen welche Server ''rndc'' arbeitet. Auf vielen Systemen genügt die automatisch erzeugte Datei ''/etc/bind/rndc.key''; eine explizite ''rndc.conf'' ist dann optional.
* Die rndc-Konfiguration ermöglicht die Authentifizierung zwischen rndc und BIND.
; Minimalbeispiel
<syntaxhighlight lang="json" highlight="" line copy>
key "rndc-key" {
algorithm hmac-sha256;
secret "BASE64-KEY";
};
options {
default-server 127.0.0.1;
default-key "rndc-key";
};
server 127.0.0.1 {
key "rndc-key";
};
</syntaxhighlight>
* ''key'' – definiert den gemeinsam genutzten Schlüssel.
* ''options'' – setzt globale Vorgaben wie ''default-server'' und ''default-key''.
* ''server'' – ermöglicht serverbezogene Einstellungen, beispielsweise abweichende Ports oder Schlüssel.
; Hinweis
: ''/etc/bind/rndc.conf'' und die verwendeten Schlüsseldateien (z. B. ''/etc/bind/rndc.key'') sollten nur für ''root'' lesbar sein (Modus 0600), um unbefugten Zugriff auf Geheimschlüssel zu verhindern.
Für Detailinformationen zu allen Direktiven steht die Manpage ''rndc.conf(5)'' zur Verfügung.
=== Dienst neu starten ===
Nach Änderungen an den Schlüsseln oder der ''rndc''-Konfiguration muss der Dienst bind9 neu gestartet werden.
<syntaxhighlight lang="bash" highlight="1" copy line>
sudo systemctl restart bind9
</syntaxhighlight>


== Installation ==
== Installation ==

Version vom 17. Juli 2026, 14:35 Uhr

BIND/rndc - remote name daemon control


Beschreibung

Werkzeug zur Verwaltung

BIND stellt mit rndc (Remote Name Daemon Control) ein Werkzeug zur Verwaltung des named-Daemons über eine authentifizierte TCP-Verbindung bereit.

  • Kommunikation erfolgt standardmäßig über TCP-Port 953.
  • Die Authentifizierung basiert auf einem gemeinsam genutzten TSIG-Schlüssel (HMAC).
  • Schlüsseldefinitionen in der named-Konfiguration und in der rndc-Konfiguration müssen übereinstimmen.

Standardverhalten

  • Unter Debian wird rndc in der Regel ohne eigene /etc/bind/rndc.conf betrieben
  • Stattdessen verwendet rndc standardmäßig die automatisch erzeugte Schlüsseldatei /etc/bind/rndc.key
  • Diese Datei wird ebenfalls mit rndc-confgen -a erstellt
  • Als Ziel wird automatisch der lokale named auf 127.0.0.1, Port 953 angenommen

Installation

Aufruf

Befehlszeilenoptionen

Die allgemeine Aufrufsyntax von rndc lautet

rndc [Optionen] command [command-options]

Häufig verwendete Befehle bei korrekt konfiguriertem lokalen Host:

Befehl Parameter Beschreibung
status zeigt Status des Servers, Versionsinformationen und die Zahl der geladenen Zonen.
reload lädt Konfiguration und Zonendateien neu, ohne den Prozess neu zu starten.
reconfig liest nur die Konfiguration neu und erkennt neue oder entfernte Zonen, ohne alle Zonendateien neu zu laden.
reload <zonenname> lädt nur die angegebene Zone neu.
refresh <zonenname> startet einen sofortigen SOA-Refresh für eine Slave-Zone.
freeze <zonenname> friert eine dynamische Zone ein. Journaldaten werden in die Zonendatei geschrieben, weitere Updates werden blockiert.
thaw <zonenname> hebt freeze auf und erlaubt wieder dynamische Updates.
sync <zonenname> schreibt Journaldaten in die Zonendatei. Mit -clean wird das Journal anschließend gelöscht.
flush leert den gesamten Resolver-Cache.
flushname <name> entfernt nur Einträge für einen bestimmten Namen aus dem Cache.
flushtree <name> entfernt alle Einträge unterhalb eines Namensbaums aus dem Cache.
halt beendet den named-Dienst sofort, ohne dynamische Zonendaten zuerst zu sichern.
stop stoppt named kontrolliert und speichert zuvor dynamische Updates und IXFR-Informationen.
querylog schaltet die ausführliche Protokollierung von Anfragen ein oder aus.
stats schreibt Statistikdaten in die von statistics-file konfigurierte Datei (unter Debian typischerweise beispielsweise /var/cache/bind/named.stats).

Gegebenenfalls ist es notwendig, Vorgaben aus der Konfigurationsdatei zu überschreiben:

  • -c DATEI – verwendet eine alternative Konfigurationsdatei.
  • -p PORT – verwendet einen anderen als den Standardport 953 für die Verbindung zu named.
  • -s SERVER – adressiert einen anderen Zielserver als den in options definierten default-server.
  • -y KEYNAME – verwendet einen anderen als den in options konfigurierten default-key.

Weitere Details zu Befehlen und Optionen sind in den Manpages rndc(8) und named(8) beschrieben.


Optionen

Unix GNU Parameter Beschreibung

Parameter

Umgebungsvariablen

Exit-Status

Wert Beschreibung
0 Erfolg
>0 Fehler

Anwendung

Erneuten Domaintransfer

Am Slave starten

rndc retransfer <DOMAIN>

Problembehebung

Konfiguration

Dateien

Datei Beschreibung


Anhang

Siehe auch



Dokumentation

Projekt