BSI/200-4/11 Geschäftsfortführung/Vorbereitung: Unterschied zwischen den Versionen
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* Der oder die | * Der oder die [[BCB]] kann vorbereitende Tätigkeiten ganz oder teilweise an weitere Rollen im [[BCM]] delegieren, z. B. an lokale [[BCB]] s, BCKs oder ein BC-Vorsorgeteam. | ||
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; Struktur der Institution | ; Struktur der Institution | ||
Es ist wichtig, dass der oder die | Es ist wichtig, dass der oder die [[BCB]] festlegt, wie die [[ [[GFP]] ]] im Hinblick auf die zugrundeliegende Struktur der Institution aufgeteilt werden sollen | ||
* Es gibt viele Möglichkeiten, wie Geschäftsfortführungspläne organisatorisch aufgeteilt werden könnten | * Es gibt viele Möglichkeiten, wie Geschäftsfortführungspläne organisatorisch aufgeteilt werden könnten | ||
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Ob die [[ [[GFP]] ]] sinnvoll aufgeteilt und voneinander abgegrenzt wurden, kann mitunter erst im Rahmen der Erstellung der [[ [[GFP]] ]] fundiert bewertet werden | Ob die [[ [[GFP]] ]] sinnvoll aufgeteilt und voneinander abgegrenzt wurden, kann mitunter erst im Rahmen der Erstellung der [[ [[GFP]] ]] fundiert bewertet werden | ||
* Der oder die | * Der oder die [[BCB]] sollte daher die Aufteilung der [[ [[GFP]] ]] im Rahmen der Erstellung der [[ [[GFP]] ]] mit den entsprechenden Kontaktpersonen diskutieren und gegebenenfalls den Geltungsbereich des [[ [[GFP]] ]] anpassen oder in mehrere [[ [[GFP]] ]] aufteilen. | ||
=== Dokumentvorlage === | === Dokumentvorlage === | ||
; Erstellung einer Dokumentvorlage | ; Erstellung einer Dokumentvorlage | ||
Um die Geschäftsfortführung im Notfall zu erleichtern, sollte der oder die | Um die Geschäftsfortführung im Notfall zu erleichtern, sollte der oder die [[BCB]] sicherstellen, dass die [[ [[GFP]] ]]s einheitlich aufgebaut und nachvollziehbar dokumentiert sind | ||
* Hierzu sollte eine [[ [[GFP]] ]]-Dokumentvorlage erstellt werden | * Hierzu sollte eine [[ [[GFP]] ]]-Dokumentvorlage erstellt werden | ||
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=== Vorausfüllen === | === Vorausfüllen === | ||
; Vorausfüllen der [[ [[GFP]] ]] | ; Vorausfüllen der [[ [[GFP]] ]] | ||
Es ist empfehlenswert, dass die erstellte | Es ist empfehlenswert, dass die erstellte [[GFP]] -Vorlage mit den bereits bekannten Informationen aus BIA und Soll-Ist-Vergleich je Geltungsbereich vorausgefüllt wird. | ||
; Bereits bekannten Informationen | ; Bereits bekannten Informationen | ||
* Geltungsbereich des | * Geltungsbereich des [[GFP]] | ||
* zeitkritischen Geschäftsprozesse in diesem Geltungsbereich | * zeitkritischen Geschäftsprozesse in diesem Geltungsbereich | ||
* Abhängigkeiten zu diesen zeitkritischen Geschäftsprozessen | * Abhängigkeiten zu diesen zeitkritischen Geschäftsprozessen | ||
* | * [[MTPD]] , die RTO und das Notbetriebsniveau jedes gelisteten Geschäftsprozesses | ||
* zeitkritischen Ressourcen mit ihrer jeweiligen RTA, RTO sowie RPA und RPO | * zeitkritischen Ressourcen mit ihrer jeweiligen RTA, RTO sowie RPA und RPO | ||
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* Dies erlaubt einen schnellen Zugriff auf die Informationen im Notfall. | * Dies erlaubt einen schnellen Zugriff auf die Informationen im Notfall. | ||
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Die Geschäftsfortführungsplanung kann weitestgehend analog zum Vorgehen in der BIA organisiert werden. | Die Geschäftsfortführungsplanung kann weitestgehend analog zum Vorgehen in der BIA organisiert werden. | ||
* Insbesondere, wenn [[ [[GFP]] ]] erstmalig erstellt werden, ist es empfehlenswert, dass der oder die | * Insbesondere, wenn [[ [[GFP]] ]] erstmalig erstellt werden, ist es empfehlenswert, dass der oder die [[BCB]] dies im Rahmen von Workshops durchführt. | ||
* Er oder sie kann hierbei die Methodik und die Inhalte des [[ [[GFP]] ]] erläutern und den Workshop moderieren. | * Er oder sie kann hierbei die Methodik und die Inhalte des [[ [[GFP]] ]] erläutern und den Workshop moderieren. | ||
Version vom 14. Juni 2026, 00:46 Uhr
BSI/200-4/11 Geschäftsfortführung/Vorbereitung
Vorbereitung
Vorbereitung der GFP s
- Vorlage und Terminplanung der GFP s
- Wie sollen die GFP s dokumentiert werden?
- Welche Informationen sind bereits vorab bekannt?
- Wer erstellt die GFP s?
- Wann und in welchem Modus sollen die GFP s erstellt werden?
- Effektive Vorbereitung
Eine effektive Vorbereitung der [[ GFP ]] ist die Voraussetzung dafür, dass
- die [[ GFP ]] effizient, vergleichbar und valide erstellt werden können,
- die Teilnehmenden optimal auf die Fragestellungen vorbereitet werden,
- die Verfügbarkeit der Pläne im Notfall gewährleistet ist sowie
- im Notfall die Leser die [[ GFP ]] gut lesen und schnell anwenden können.
Es ist empfehlenswert, dass die Vorbereitung durch die Rolle BCB erfolgt, da diese über das notwendige Fachwissen zum BCM-Prozess verfügt und diesen zeitlich steuert.
- Der oder die BCB kann vorbereitende Tätigkeiten ganz oder teilweise an weitere Rollen im BCM delegieren, z. B. an lokale BCB s, BCKs oder ein BC-Vorsorgeteam.
Aufteilung
- Struktur der Institution
Es ist wichtig, dass der oder die BCB festlegt, wie die [[ GFP ]] im Hinblick auf die zugrundeliegende Struktur der Institution aufgeteilt werden sollen
- Es gibt viele Möglichkeiten, wie Geschäftsfortführungspläne organisatorisch aufgeteilt werden könnten
- So könnte ein [[ GFP ]] je Geschäftsprozess oder Organisationseinheit erstellt werden
- Ferner könnten [[ GFP ]] auch weiter anhand von Ausfallszenarien aufgeteilt werden
- Anschauliche Übersicht
Entscheidend für eine schnelle Reaktion ist jedoch, dass
- eine anschauliche Übersicht über die zeitkritischen Geschäftsprozesse und Ressourcen ermöglicht wird
- die Zuständigkeiten der im [[ GFP ]] beschriebenen Maßnahmen möglichst klar geregelt sind.
Hierbei hat es sich in der Praxis bewährt, einen [[ GFP ]] je Organisationseinheit zu erstellen.
Dieses Vorgehen bietet viele Vorteile
- Die zuständigen Kontaktpersonen, die den [[ GFP ]] erstellen und aktualisieren, können eindeutig der Organisationseinheit zugeordnet werden
- Zudem wird eine überschaubare Anzahl an Dokumenten erzeugt und die [[ GFP ]] spiegeln die vertraute Organisationsstruktur wider
- Die [[ GFP ]] lassen sich so leichter voneinander abgrenzen.
Im Einzelfall kann es sinnvoll sein, von dieser Struktur abzuweichen
- Dies ist etwa der Fall, wenn
- Verantwortungs- und Tätigkeitsbereiche nicht klar voneinander abgrenzbar sind, z. B. in einer Matrix-Organisation, oder
- Organisationseinheiten standortübergreifend agieren und auf unterschiedliche Ressourcen zugreifen.
- Länderspezifische Anforderungen
Zusätzlich können länderspezifische Anforderungen und Gegebenheiten unter Umständen dazu führen, dass für gleiche Geschäftsprozesse und Ressourcen im [[ GFP ]] unterschiedliche Notfallmaßnahmen an unterschiedlichen Standorten beschrieben werden müssen.
- Hinweis
Ob die [[ GFP ]] sinnvoll aufgeteilt und voneinander abgegrenzt wurden, kann mitunter erst im Rahmen der Erstellung der [[ GFP ]] fundiert bewertet werden
- Der oder die BCB sollte daher die Aufteilung der [[ GFP ]] im Rahmen der Erstellung der [[ GFP ]] mit den entsprechenden Kontaktpersonen diskutieren und gegebenenfalls den Geltungsbereich des [[ GFP ]] anpassen oder in mehrere [[ GFP ]] aufteilen.
Dokumentvorlage
- Erstellung einer Dokumentvorlage
Um die Geschäftsfortführung im Notfall zu erleichtern, sollte der oder die BCB sicherstellen, dass die [[ GFP ]]s einheitlich aufgebaut und nachvollziehbar dokumentiert sind
- Hierzu sollte eine [[ GFP ]]-Dokumentvorlage erstellt werden
- Aspekte der Dokumentvorlage
| Aspekt | Beschreibung |
|---|---|
| Geltungsbereich | Beschreibt den organisatorischen und räumlichen Bereich, in welchem die Maßnahmen und Verfahren eines [[ GFP ]] gelten
|
| Zielstellung | Beschreibt, was durch den [[ GFP ]] erreicht werden soll und was explizit nicht durch den [[ GFP ]] forciert wird
|
| Aktivierungsprozess | Beschreibt die gesonderten Rechte und Pflichten der Mitarbeitenden sowie die besonderen Melde- und Berichtspflichten werden im Kapitel Festlegung übergreifender Maßnahmen erläutert |
| Zeitkritische Geschäftsprozesse | Innerhalb des [[ GFP ]] müssen alle zeitkritischen Geschäftsprozesse einer Organisationseinheit sowie deren [[ MTPD ]] und RTO dokumentiert werden
|
| Abhängigkeiten | Zusätzlich müssen die identifizierten Abhängigkeiten zwischen zeitkritischen Geschäftsprozessen dokumentiert werden
|
| zeitkritischen Ressourcen | Alle zeitkritischen Ressourcen der betrachteten Organisationseinheit sowie die identifizierten RTAs und RTOs sowie die RPOs und RPAs müssen innerhalb des [[ GFP ]] dokumentiert werden
|
| Kontakte | Innerhalb des [[ GFP ]] müssen sämtliche internen sowie externen Kontakte dokumentiert werden, die im Rahmen der Geschäftsfortführung relevant sind, vor allem im Notfall erreichbare Telefonnummern
|
| Relevanten Dokumente | Innerhalb des [[ GFP ]] sollten alle zur Geschäftsfortführung relevanten Dokumente sowie ihre jeweiligen Ablageorte notiert werden
|
Vorausfüllen
- Vorausfüllen der [[ GFP ]]
Es ist empfehlenswert, dass die erstellte GFP -Vorlage mit den bereits bekannten Informationen aus BIA und Soll-Ist-Vergleich je Geltungsbereich vorausgefüllt wird.
- Bereits bekannten Informationen
- Geltungsbereich des GFP
- zeitkritischen Geschäftsprozesse in diesem Geltungsbereich
- Abhängigkeiten zu diesen zeitkritischen Geschäftsprozessen
- MTPD , die RTO und das Notbetriebsniveau jedes gelisteten Geschäftsprozesses
- zeitkritischen Ressourcen mit ihrer jeweiligen RTA, RTO sowie RPA und RPO
Um ursachenbasiert konkrete Notfallmaßnahmen zu beschreiben, bietet es sich in einem [[ GFP ]] an, die relevanten Informationen den Ressourcenkategorien zuzuordnen.
- Dies erlaubt einen schnellen Zugriff auf die Informationen im Notfall.
Planung der GFP -Erstellung
- Workshops
Die Geschäftsfortführungsplanung kann weitestgehend analog zum Vorgehen in der BIA organisiert werden.
- Insbesondere, wenn [[ GFP ]] erstmalig erstellt werden, ist es empfehlenswert, dass der oder die BCB dies im Rahmen von Workshops durchführt.
- Er oder sie kann hierbei die Methodik und die Inhalte des [[ GFP ]] erläutern und den Workshop moderieren.
- Teilnehmer
Es ist empfehlenswert, dass die gleichen Personen wie in den vorangegangenen Schritten zur BIA am Workshop teilnehmen.
- Dieser Personenkreis verfügt in der Regel über umfangreiches Wissen über die Geschäftsprozesse und die dafür benötigten Ressourcen und kann entsprechend qualitative Aussagen zur Geschäftsfortführung tätigen.
- Der Teilnehmendenkreis bleibt so überschaubar, kann jedoch bei Bedarf durch weitere Prozess- und Ressourcenfachleute ergänzt werden.