BIND/rndc: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 17. Juli 2026, 14:35 Uhr
BIND/rndc - remote name daemon control
Beschreibung
- Werkzeug zur Verwaltung
BIND stellt mit rndc (Remote Name Daemon Control) ein Werkzeug zur Verwaltung des named-Daemons über eine authentifizierte TCP-Verbindung bereit.
- Kommunikation erfolgt standardmäßig über TCP-Port 953.
- Die Authentifizierung basiert auf einem gemeinsam genutzten TSIG-Schlüssel (HMAC).
- Schlüsseldefinitionen in der named-Konfiguration und in der rndc-Konfiguration müssen übereinstimmen.
Standardverhalten
- Unter Debian wird rndc in der Regel ohne eigene /etc/bind/rndc.conf betrieben
- Stattdessen verwendet rndc standardmäßig die automatisch erzeugte Schlüsseldatei /etc/bind/rndc.key
- Diese Datei wird ebenfalls mit rndc-confgen -a erstellt
- Als Ziel wird automatisch der lokale named auf 127.0.0.1, Port 953 angenommen
Installation
Aufruf
Befehlszeilenoptionen
Die allgemeine Aufrufsyntax von rndc lautet
rndc [Optionen] command [command-options]
Häufig verwendete Befehle bei korrekt konfiguriertem lokalen Host:
| Befehl | Parameter | Beschreibung |
|---|---|---|
| status | zeigt Status des Servers, Versionsinformationen und die Zahl der geladenen Zonen. | |
| reload | lädt Konfiguration und Zonendateien neu, ohne den Prozess neu zu starten. | |
| reconfig | liest nur die Konfiguration neu und erkennt neue oder entfernte Zonen, ohne alle Zonendateien neu zu laden. | |
| reload | <zonenname> | lädt nur die angegebene Zone neu. |
| refresh | <zonenname> | startet einen sofortigen SOA-Refresh für eine Slave-Zone. |
| freeze | <zonenname> | friert eine dynamische Zone ein. Journaldaten werden in die Zonendatei geschrieben, weitere Updates werden blockiert. |
| thaw | <zonenname> | hebt freeze auf und erlaubt wieder dynamische Updates. |
| sync | <zonenname> | schreibt Journaldaten in die Zonendatei. Mit -clean wird das Journal anschließend gelöscht. |
| flush | leert den gesamten Resolver-Cache. | |
| flushname | <name> | entfernt nur Einträge für einen bestimmten Namen aus dem Cache. |
| flushtree | <name> | entfernt alle Einträge unterhalb eines Namensbaums aus dem Cache. |
| halt | beendet den named-Dienst sofort, ohne dynamische Zonendaten zuerst zu sichern. | |
| stop | stoppt named kontrolliert und speichert zuvor dynamische Updates und IXFR-Informationen. | |
| querylog | schaltet die ausführliche Protokollierung von Anfragen ein oder aus. | |
| stats | schreibt Statistikdaten in die von statistics-file konfigurierte Datei (unter Debian typischerweise beispielsweise /var/cache/bind/named.stats). |
Gegebenenfalls ist es notwendig, Vorgaben aus der Konfigurationsdatei zu überschreiben:
- -c DATEI – verwendet eine alternative Konfigurationsdatei.
- -p PORT – verwendet einen anderen als den Standardport 953 für die Verbindung zu named.
- -s SERVER – adressiert einen anderen Zielserver als den in options definierten default-server.
- -y KEYNAME – verwendet einen anderen als den in options konfigurierten default-key.
Weitere Details zu Befehlen und Optionen sind in den Manpages rndc(8) und named(8) beschrieben.
Optionen
| Unix | GNU | Parameter | Beschreibung |
|---|---|---|---|
Parameter
Umgebungsvariablen
Exit-Status
| Wert | Beschreibung |
|---|---|
| 0 | Erfolg |
| >0 | Fehler |
Anwendung
- Erneuten Domaintransfer
Am Slave starten
rndc retransfer <DOMAIN>
Problembehebung
Konfiguration
Dateien
| Datei | Beschreibung |
|---|---|
Anhang
Siehe auch
Dokumentation
Links
Projekt
Weblinks