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Btrfs/Geschichte

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Version vom 22. März 2026, 11:37 Uhr von Dirkwagner (Diskussion | Beiträge) (Textersetzung - „Red Hat Enterprise Linux“ durch „Linux“)
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Geschichte

Die Kernstruktur von Btrfs – die Copy-on-write-B-Baum-Struktur – wurde ursprünglich von dem IBM-Forscher Ohad Rodeh im Rahmen einer Präsentation bei der USENIX 2007 vorgeschlagen

  • Rodeh schlug auch das Hinzufügen von Referenzierungszählern für Speicherblöcke und bestimmte Lockerungen der Balancing-Algorithmen normaler B-Bäume vor, die die B-Bäume für Hochleistungsspeicherlösungen mit Copy-On-Write-Schnappschüssen tauglich machen und dabei gute Nebenläufigkeit bewahren

Chris Mason, damals ein ReiserFS-Entwickler bei SUSE, wurde noch im selben Jahr von Oracle eingestellt und begann dort seine Arbeit an einem neuen Dateisystem, das fast ausschließlich solche B-Bäume verwendet – nicht nur für Meta- und Nutzdateien, sondern auch rekursiv zur Verfolgung der Speicherzuteilung der Bäume selber

  • Damit können sämtliche Operationen durch dieselben Routinen abgewickelt werden

Am 9. Januar 2009 wurde Btrfs erstmals in den Linux-Kernel 2.6.29 aufgenommen

  • In einigen Linux-Distributionen steht das Dateisystem bereits offiziell bei der Installation zur Auswahl

Linux

Für die meisten Linux-Distributionen ist Btrfs eines der zur Auswahl stehenden Dateisysteme oder es existieren Pakete, um es manuell einzurichten

  • Für den experimentellen Einsatz wurde das Dateisystem erstmals unter OpenSUSE 11.3 unterstützt sowie unter Oracle Linux Release 2

Beispielsweise können die Distributionen Arch Linux, Debian, Fedora, Gentoo, RHEL und Ubuntu optional auf Btrfs installiert werden bzw. Btrfs-Volumes nutzen

Als Standard-Dateisystem findet sich Btrfs auf den Distributionen

Red Hat

Auf Fedora sollte nach 2008 Btrfs auch als Standard-Dateisystem verwendet werden, wurde jedoch immer wieder verworfen, weil einige Werkzeuge zum Administrieren des Dateisystems noch nicht ausgereift waren

  • Fedora 33, erschienen im Oktober 2020, hat nach über 10 Jahren Btrfs als Standard-Dateisystem letztlich doch eingeführt
  • 2017 gab Red Hat bekannt, Btrfs in RHEL nicht mehr zu unterstützen, woraufhin es in RHEL 8 (2019) nicht mehr enthalten war

Wie sich die Entscheidung von Fedora, der freien Basis von RHEL, auf das kommerzielle Linux von Red Hat auswirkt, bleibt noch abzuwarten.

  • Canonical setzt indes unter Ubuntu auf das mit Btrfs vergleichbare Dateisystem OpenZFS (Vorlage:Lang), das seit Version 16.04 immer mehr in die Distribution integriert wird, beinhaltet jedoch Unterstützung für Btrfs
Btrfs mit RAID

Stand Oktober 2022 ist Btrfs mit RAID 5 oder RAID 6 nicht zuverlässig einsetzbar

  • Dafür sind drei nicht gelöste Probleme in diesem Betriebsmodus verantwortlich
  • Bei einem Stromausfall kann es zu einer Desynchronisierung kommen, da eine Journal-Lösung noch fehlt
  • Fehlerhafte Daten könnten zu einem Vorlage:Lang führen, womit Folgefehler auftreten
  • Schließlich führt scrubbing zu einer hohen Ein- und Ausgabelast, die bei RAID5 zweimal so hoch und bei RAID6 dreimal so hoch sein kann

Windows und ReactOS

Der Dateisystemtreiber WinBtrfs ermöglicht die Verwendung des Dateisystems unter Windows und ReactOS WinBtrfs