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BIND/rndc

Aus Foxwiki

BIND/rndc - remote name daemon control


Beschreibung

Werkzeug zur Verwaltung

BIND stellt mit rndc (Remote Name Daemon Control) ein Werkzeug zur Verwaltung des named-Daemons über eine authentifizierte TCP-Verbindung bereit.

  • Kommunikation erfolgt standardmäßig über TCP-Port 953.
  • Die Authentifizierung basiert auf einem gemeinsam genutzten TSIG-Schlüssel (HMAC).
  • Schlüsseldefinitionen in der named-Konfiguration und in der rndc-Konfiguration müssen übereinstimmen.

Standardverhalten

  • Unter Debian wird rndc in der Regel ohne eigene /etc/bind/rndc.conf betrieben
  • Stattdessen verwendet rndc standardmäßig die automatisch erzeugte Schlüsseldatei /etc/bind/rndc.key
  • Diese Datei wird ebenfalls mit rndc-confgen -a erstellt
  • Als Ziel wird automatisch der lokale named auf 127.0.0.1, Port 953 angenommen

Installation

Aufruf

Befehlszeilenoptionen

Die allgemeine Aufrufsyntax von rndc lautet

rndc [Optionen] command [command-options]

Häufig verwendete Befehle bei korrekt konfiguriertem lokalen Host:

Befehl Parameter Beschreibung
status zeigt Status des Servers, Versionsinformationen und die Zahl der geladenen Zonen.
reload lädt Konfiguration und Zonendateien neu, ohne den Prozess neu zu starten.
reconfig liest nur die Konfiguration neu und erkennt neue oder entfernte Zonen, ohne alle Zonendateien neu zu laden.
reload <zonenname> lädt nur die angegebene Zone neu.
refresh <zonenname> startet einen sofortigen SOA-Refresh für eine Slave-Zone.
freeze <zonenname> friert eine dynamische Zone ein. Journaldaten werden in die Zonendatei geschrieben, weitere Updates werden blockiert.
thaw <zonenname> hebt freeze auf und erlaubt wieder dynamische Updates.
sync <zonenname> schreibt Journaldaten in die Zonendatei. Mit -clean wird das Journal anschließend gelöscht.
flush leert den gesamten Resolver-Cache.
flushname <name> entfernt nur Einträge für einen bestimmten Namen aus dem Cache.
flushtree <name> entfernt alle Einträge unterhalb eines Namensbaums aus dem Cache.
halt beendet den named-Dienst sofort, ohne dynamische Zonendaten zuerst zu sichern.
stop stoppt named kontrolliert und speichert zuvor dynamische Updates und IXFR-Informationen.
querylog schaltet die ausführliche Protokollierung von Anfragen ein oder aus.
stats schreibt Statistikdaten in die von statistics-file konfigurierte Datei (unter Debian typischerweise beispielsweise /var/cache/bind/named.stats).

Gegebenenfalls ist es notwendig, Vorgaben aus der Konfigurationsdatei zu überschreiben:

  • -c DATEI – verwendet eine alternative Konfigurationsdatei.
  • -p PORT – verwendet einen anderen als den Standardport 953 für die Verbindung zu named.
  • -s SERVER – adressiert einen anderen Zielserver als den in options definierten default-server.
  • -y KEYNAME – verwendet einen anderen als den in options konfigurierten default-key.

Weitere Details zu Befehlen und Optionen sind in den Manpages rndc(8) und named(8) beschrieben.


Optionen

Unix GNU Parameter Beschreibung

Parameter

Umgebungsvariablen

Exit-Status

Wert Beschreibung
0 Erfolg
>0 Fehler

Anwendung

Erneuten Domaintransfer

Am Slave starten

rndc retransfer <DOMAIN>

Problembehebung

Konfiguration

Dateien

Datei Beschreibung


Anhang

Siehe auch



Dokumentation

Projekt