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Exec: Unterschied zwischen den Versionen

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{{DISPLAYTITLE:exec}}
'''exec''' - Beschreibung
'''exec''' - Beschreibung


== Beschreibung ==
== Beschreibung ==
; Bedeutungen
Wird ihm als Argument ein Kommandoname mitgegeben, so wird das aktuell ausgeführte Programm (also die Shell bzw. ein Shellskript) durch dieses neue Programm ersetzt
* Wird ihm als Argument ein Kommandoname mitgegeben, so wird das aktuell ausgeführte Programm (also die Shell bzw. ein Shellskript) durch dieses neue Programm ersetzt
* Das hat zur Folge, dass mit Beendigung des Kommandos auch die Shell nicht mehr existiert
* Das hat zur Folge, dass mit Beendigung des Kommandos auch die Shell nicht mehr existiert
* Diese Art der Anwendung von exec hat seinen Ursprung vermutlich in Zeiten begrenzter Hardwareressourcen
* Diese Art der Anwendung von exec hat ihren Ursprung vermutlich in Zeiten begrenzter Hardwareressourcen
* So "optimierte" man Shellskripte dahingehend, dass der letzte Befehl per exec gestartet wurde
* So "optimierte" man Shellskripte dahingehend, dass der letzte Befehl per exec gestartet wurde
* Dies ersparte eine weitere Prozesserzeugung und verlief somit etwas schneller, als es mit einem neuen Prozess der Fall gewesen wäre (und es sparte den (Speicher)Overhead für den Prozess)
* Dies ersparte eine weitere Prozesserzeugung und verlief somit etwas schneller, als es mit einem neuen Prozess der Fall gewesen wäre (und es sparte den (Speicher)Overhead für den Prozess)


Nützlich mag das Kommando in dem Sinne höchstens zum Ersetzen der aktuellen Shell durch eine andere sein:
Nützlich mag das Kommando in dem Sinne höchstens zum Ersetzen der aktuellen Shell durch eine andere sein:
'''echo $SHELL'''
<syntaxhighlight lang="bash" highlight="1" line="" copy="">
echo $SHELL
  /bin/bash
  /bin/bash
'''exec tcsh'''
 
/home/user>
exec tcsh
</syntaxhighlight>


Der zweite - und wichtigere - Anwendungsbereich für exec ist die Zuordnung eines Dateideskriptors zu einer Datei
Der zweite - und wichtigere - Anwendungsbereich für exec ist die Zuordnung eines Dateideskriptors zu einer Datei
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Einfacher ist es, folgende Zeile an den Anfang des Skripts zu setzen:
Einfacher ist es, folgende Zeile an den Anfang des Skripts zu setzen:
 
<syntaxhighlight lang="bash" highlight="1" line copy>
exec 2>error.log
exec 2>error.log
</syntaxhighlight>


Erläuterung: Hiermit wird die Fehlerausgabe (Deskriptor 2) mit der Datei "error.log" verbunden
Erläuterung: Hiermit wird die Fehlerausgabe (Deskriptor 2) mit der Datei "error.log" verbunden
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Das zweite Beispiel demonstriert das Öffnen einer Datei mit exec, sodass die Eingabe aus dieser bezogen wird
Das zweite Beispiel demonstriert das Öffnen einer Datei mit exec, sodass die Eingabe aus dieser bezogen wird
* Wir simulieren das Kommando nl, das die Zeilen seiner Eingabe nummeriert:
* Wir simulieren das Kommando nl, das die Zeilen seiner Eingabe nummeriert:
 
<syntaxhighlight lang="bash" highlight="1" line="" copy="">
'''(typeset -i n=1; exec < testdat;'''
(typeset -i n=1; exec < testdat;
  > while read line; do
  > while read line; do
  > echo "$n $line"; n=n+1;
  > echo "$n $line"; n=n+1;
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  3 drei
  3 drei
  4 vier
  4 vier
</syntaxhighlight>


Erläuterung: Die Testdatei enthält die Zeilen "eins", "zwei" und weitere; die Eingabe wird aus dieser bezogen
; Erläuterung
Die Testdatei enthält die Zeilen "eins", "zwei" und weitere; die Eingabe wird aus dieser bezogen
* Mittels read wird zeilenweise gelesen und jede Zeile mit vorangestellter Nummer ausgegeben
* Mittels read wird zeilenweise gelesen und jede Zeile mit vorangestellter Nummer ausgegeben


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Es demonstriert eine effiziente Möglichkeit, eine konkrete Zeile einer Datei zu manipulieren
Es demonstriert eine effiziente Möglichkeit, eine konkrete Zeile einer Datei zu manipulieren
* Unsere Testdaten seien die Folgenden:
* Unsere Testdaten seien die Folgenden:
 
<syntaxhighlight lang="bash" highlight="1" line copy>
  '''cat testfile'''
  '''cat testfile'''
  Erste Zeile
  Erste Zeile
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  Zweite Zeile
  Zweite Zeile
  Vierte Zeile
  Vierte Zeile
</syntaxhighlight>


Aus der Datei müssen wir nicht nur lesen, sondern gleichzeitig in diese schreiben können
Aus der Datei müssen wir nicht nur lesen, sondern gleichzeitig in diese schreiben können
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Eine Kommandofolge, die dies realisiert, ist diese:
Eine Kommandofolge, die dies realisiert, ist diese:
 
<syntaxhighlight lang="bash" highlight="1" line copy>
  '''(exec <>testfile 1>&0'''
  '''(exec <>testfile 1>&0'''
  > while read line; do
  > while read line; do
  > echo $line | grep -q "Zweite*" && echo -n "Dritte Zeile."
  > echo $line | grep -q "Zweite*" && echo -n "Dritte Zeile."
  > done)
  > done)
</syntaxhighlight>


Erläuterung: Die Eingabedatei zum Lesen und Schreiben zu öffnen, würde allein nichts nützen, da hiermit nur der Dateideskriptor (Nummer 0) betroffen ist
; Erläuterung
Die Eingabedatei zum Lesen und Schreiben zu öffnen, würde allein nichts nützen, da hiermit nur der Dateideskriptor (Nummer 0) betroffen ist


Deshalb muss die Standardausgabe ebenfalls auf diesen Deskriptor umgelenkt werden
Deshalb muss die Standardausgabe ebenfalls auf diesen Deskriptor umgelenkt werden
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Wenn Sie Zweifel an den Optionen von grep bzw.&nbsp;echo hegen, so testen Sie, was passiert, wenn Sie diese entfernen
Wenn Sie Zweifel an den Optionen von grep bzw.&nbsp;echo hegen, so testen Sie, was passiert, wenn Sie diese entfernen
 
<syntaxhighlight lang="bash" highlight="1" line copy>
  '''exec '''
  '''exec '''
</syntaxhighlight>


Ähnlich wie beim Dot-Kommando wird keine Subshell erzeugt, sondern die Kommandozeile in der aktuellen Umgebung ausgeführt
Ähnlich wie beim Dot-Kommando wird keine Subshell erzeugt, sondern die Kommandozeile in der aktuellen Umgebung ausgeführt
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Eine erste Anwendung liegt darin, das aktuelle Programm durch ein anderes zu überlagern
Eine erste Anwendung liegt darin, das aktuelle Programm durch ein anderes zu überlagern
* Wenn Sie beispielsweise die Bourne-Shell als Login-Shell haben, aber lieber mit der C-Shell arbeiten, können sie die Bourne-Shell durch die Kommandozeile
* Wenn Sie beispielsweise die Bourne-Shell als Login-Shell haben, aber lieber mit der C-Shell arbeiten, können sie die Bourne-Shell durch die Kommandozeile
 
<syntaxhighlight lang="bash" highlight="1" line copy>
  exec /bin/csh
  exec /bin/csh
</syntaxhighlight>


als letzte Zeile in der .profile-Datei durch die C-shell ersetzen (Wenn Sie die C-Shell nur Aufrufen, müssen Sie beide Shells beenden, um sich auszuloggen)
als letzte Zeile in der .profile-Datei durch die C-shell ersetzen (Wenn Sie die C-Shell nur Aufrufen, müssen Sie beide Shells beenden, um sich auszuloggen)
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Das Kommando entspricht also dem Systemcall exec()
Das Kommando entspricht also dem Systemcall exec()
* Wird jedoch kein Kommando angegeben, kann die E/A der aktuellen Shell dauerhaft umgeleitet werden
* Wird jedoch kein Kommando angegeben, kann die E/A der aktuellen Shell dauerhaft umgeleitet werden
* Beispiel:


; Beispiel
<syntaxhighlight lang="bash" highlight="1" line copy>
  exec 2>fehler
  exec 2>fehler
</syntaxhighlight>


leitet alle folgenden Fehlerausgaben in die Datei "fehler" um, bis die Umleitung explizit durch
leitet alle folgenden Fehlerausgaben in die Datei "fehler" um, bis die Umleitung explizit durch
 
<syntaxhighlight lang="bash" highlight="1" line copy>
  exec 2>-
  exec 2>-
</syntaxhighlight>


zurückgenommen wird
zurückgenommen wird
* Es können bei exec auch andere Dateideskriptoren verwendet werden
* Es können bei exec auch andere Dateideskriptoren verwendet werden
* Ebenso kann auch die Dateiumleitung einer Eingabedatei erfolgen, beispielsweise :


Ebenso kann auch die Dateiumleitung einer Eingabedatei erfolgen, beispielsweise :
<syntaxhighlight lang="bash" highlight="1" line copy>
  exec 3< datei
  exec 3< datei
</syntaxhighlight>


Danach kann mit read <&3 von dieser Datei gelesen werden, bis die Umleitung mit exec 3<- wieder zurückgenommen wird
Danach kann mit read <&3 von dieser Datei gelesen werden, bis die Umleitung mit exec 3<- wieder zurückgenommen wird
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Man kann also in Shellskripten durch das Einfügen einer exec-Anweisung die Standardausgabe/-eingabe global für das gesamte Skript umleiten, ohne weitere Änderungen vornehmen zu müssen (eine andere Möglichkeit wäre die oben beschriebene Verwendung von { })
Man kann also in Shellskripten durch das Einfügen einer exec-Anweisung die Standardausgabe/-eingabe global für das gesamte Skript umleiten, ohne weitere Änderungen vornehmen zu müssen (eine andere Möglichkeit wäre die oben beschriebene Verwendung von { })


 
{{SORTIERUNG:exec}}
[[Kategorie:Linux/Befehl]]
[[Kategorie:Linux/Befehl]]
[[Kategorie:Linux/Prozess/Befehl]]
[[Kategorie:Linux/Prozess/Befehl]]

Aktuelle Version vom 4. Februar 2026, 09:39 Uhr


exec - Beschreibung

Beschreibung

Wird ihm als Argument ein Kommandoname mitgegeben, so wird das aktuell ausgeführte Programm (also die Shell bzw. ein Shellskript) durch dieses neue Programm ersetzt

  • Das hat zur Folge, dass mit Beendigung des Kommandos auch die Shell nicht mehr existiert
  • Diese Art der Anwendung von exec hat ihren Ursprung vermutlich in Zeiten begrenzter Hardwareressourcen
  • So "optimierte" man Shellskripte dahingehend, dass der letzte Befehl per exec gestartet wurde
  • Dies ersparte eine weitere Prozesserzeugung und verlief somit etwas schneller, als es mit einem neuen Prozess der Fall gewesen wäre (und es sparte den (Speicher)Overhead für den Prozess)

Nützlich mag das Kommando in dem Sinne höchstens zum Ersetzen der aktuellen Shell durch eine andere sein:

echo $SHELL
 /bin/bash

exec tcsh

Der zweite - und wichtigere - Anwendungsbereich für exec ist die Zuordnung eines Dateideskriptors zu einer Datei

Angenommen, Sie möchten alle Fehlerausgaben eines Shellskripts in eine Datei umleiten

Mit den bislang bekannten Mitteln könnten sie entweder alle kritschen Kommandos im Shellskript separat umleiten oder Sie könnten alle Kommandos gruppieren und die Fehlerausgabe gemeinsam abfangen

Einfacher ist es, folgende Zeile an den Anfang des Skripts zu setzen:

exec 2>error.log

Erläuterung: Hiermit wird die Fehlerausgabe (Deskriptor 2) mit der Datei "error.log" verbunden

Mit Beendigung des Shellskripts geht die Bindung wieder verloren

Das zweite Beispiel demonstriert das Öffnen einer Datei mit exec, sodass die Eingabe aus dieser bezogen wird

  • Wir simulieren das Kommando nl, das die Zeilen seiner Eingabe nummeriert:
(typeset -i n=1; exec < testdat;
 > while read line; do
 > echo "$n $line"; n=n+1;
 > done)
 1 eins
 2 zwei
 3 drei
 4 vier
Erläuterung

Die Testdatei enthält die Zeilen "eins", "zwei" und weitere; die Eingabe wird aus dieser bezogen

  • Mittels read wird zeilenweise gelesen und jede Zeile mit vorangestellter Nummer ausgegeben

Das Rechnen mit "n" ist möglich, da die Variable zuvor als Ganzzahl vereinbart wurde

  • Alles wurde in einer Subshell gestartet, damit die aktuelle Shell nicht beendet wird

Ein letztes Beispiel soll die Thematik vorerst beenden (die Shellprogrammierung ist ein wesentlich ergiebigeres Anwendungsfeld für exec)

Es demonstriert eine effiziente Möglichkeit, eine konkrete Zeile einer Datei zu manipulieren

  • Unsere Testdaten seien die Folgenden:
 '''cat testfile'''
 Erste Zeile
 Zweite Zeile
 Zweite Zeile
 Vierte Zeile

Aus der Datei müssen wir nicht nur lesen, sondern gleichzeitig in diese schreiben können

  • Wir werden nach der Zeile "Zweite Zeile." suchen und die folgende Zeile durch "Dritte Zeile." ersetzen

Eine Kommandofolge, die dies realisiert, ist diese:

 '''(exec <>testfile 1>&0'''
 > while read line; do
 > echo $line | grep -q "Zweite*" && echo -n "Dritte Zeile."
 > done)
Erläuterung

Die Eingabedatei zum Lesen und Schreiben zu öffnen, würde allein nichts nützen, da hiermit nur der Dateideskriptor (Nummer 0) betroffen ist

Deshalb muss die Standardausgabe ebenfalls auf diesen Deskriptor umgelenkt werden

  • Wird die mit "Zweite..." beginnende Zeile gefunden, zeigt der Dateizeiger bereits auf den Beginn der dritten Zeile
  • Deshalb landet die Ausgabe "echo..." genau dort

Wenn Sie Zweifel an den Optionen von grep bzw. echo hegen, so testen Sie, was passiert, wenn Sie diese entfernen

 '''exec '''

Ähnlich wie beim Dot-Kommando wird keine Subshell erzeugt, sondern die Kommandozeile in der aktuellen Umgebung ausgeführt

Eine erste Anwendung liegt darin, das aktuelle Programm durch ein anderes zu überlagern

  • Wenn Sie beispielsweise die Bourne-Shell als Login-Shell haben, aber lieber mit der C-Shell arbeiten, können sie die Bourne-Shell durch die Kommandozeile
 exec /bin/csh

als letzte Zeile in der .profile-Datei durch die C-shell ersetzen (Wenn Sie die C-Shell nur Aufrufen, müssen Sie beide Shells beenden, um sich auszuloggen)

Das Kommando entspricht also dem Systemcall exec()

  • Wird jedoch kein Kommando angegeben, kann die E/A der aktuellen Shell dauerhaft umgeleitet werden
Beispiel
 exec 2>fehler

leitet alle folgenden Fehlerausgaben in die Datei "fehler" um, bis die Umleitung explizit durch

 exec 2>-

zurückgenommen wird

  • Es können bei exec auch andere Dateideskriptoren verwendet werden

Ebenso kann auch die Dateiumleitung einer Eingabedatei erfolgen, beispielsweise :

 exec 3< datei

Danach kann mit read <&3 von dieser Datei gelesen werden, bis die Umleitung mit exec 3<- wieder zurückgenommen wird

Man kann also in Shellskripten durch das Einfügen einer exec-Anweisung die Standardausgabe/-eingabe global für das gesamte Skript umleiten, ohne weitere Änderungen vornehmen zu müssen (eine andere Möglichkeit wäre die oben beschriebene Verwendung von { })

Aufruf

Optionen

Unix GNU Parameter Beschreibung

Parameter

Umgebungsvariablen

Exit-Status

Wert Beschreibung
0 Erfolg
>0 Fehler

Anwendung

Problembehebung

Konfiguration

Dateien

Datei Beschreibung


Anhang

Siehe auch



Dokumentation

Links

Projekt

Weblinks