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BIND/rndc: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Seite wurde neu angelegt: „=== Die Verwendung von rndc === BIND enthält das Utility <tt>rndc</tt>, mit dem Sie den <tt>named</tt>-Daemon über die Befehlszeile vom lokalen und von einem Remote Host verwalten können. Um zu verhindern, dass nicht authorisierte Benutzer Zugriff zum <tt>named</tt>-Daemon erlangen, verwendet BIND eine Authentifizierungsmethode, auf einem gemeinsamen geheimen Schlüssel basierend, um Hostsystemen den Zugriff zu gewähren. Das heisst, das ein übereins…“
 
 
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=== Die Verwendung von rndc ===
<noinclude>
BIND enthält das Utility <tt>rndc</tt>, mit dem Sie den <tt>named</tt>-Daemon über die Befehlszeile vom lokalen und von einem Remote Host verwalten können.
<!--
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{{Navigation|<zurück>|<nachste>}}
----
-->
'''BIND/rndc''' - '''R'''emote '''N'''ame '''D'''aemon '''C'''ontrol
</noinclude>


Um zu verhindern, dass nicht authorisierte Benutzer Zugriff zum <tt>named</tt>-Daemon erlangen, verwendet BIND eine Authentifizierungsmethode, auf einem gemeinsamen geheimen Schlüssel basierend, um Hostsystemen den Zugriff zu gewähren. Das heisst, das ein übereinstimmender Schlüssel in <tt>/etc/named.conf</tt> und der <tt>rndc</tt> Konfigurationsdatei <tt>/etc/rndc.conf</tt> existieren muss.
== Beschreibung ==
; Werkzeug zur Verwaltung von [[BIND]]
* [[Authentifizierung]]
** gemeinsam genutzter TSIG-Schlüssel (HMAC)
* [[TCP]]-Verbindung
* [[TCP]]-Port 953


==== Konfigurieren von /etc/named.conf ====
== Installation ==
Um die Verbindung von <tt>rndc</tt>zu Ihrem <tt>named</tt>-Dienst zu ermöglichen, muss beim Start von <tt>named</tt> die <tt>controls</tt>-Anweisung in Ihrer <tt>/etc/named.conf</tt>-Datei vorhanden sein.
<syntaxhighlight lang="bash" highlight="1" line copy>
</syntaxhighlight>


Das folgende Beispiel einer <tt>controls</tt>-Anweisung ermöglicht es Ihnen, <tt>rndc</tt>-Befehle vom lokalen Host auszuführen.
== Aufruf ==
<syntaxhighlight lang="bash" highlight="1">
rndc [Optionen] Befehl [Optionen]
</syntaxhighlight>


Controls {
=== Befehle ===
  inet 127.0.0.1 allow { localhost; } keys { ''<key-name>''<nowiki>; };</nowiki>
{| class="wikitable sortable options gnu big"
};
! Befehl
! Parameter
! Beschreibung
|-
| status
|
| Status des Servers, Versionsinformationen und die Zahl der geladenen Zonen
|-
| reload
|
| Konfiguration und Zonendateien neu laden, ohne den Prozess neu zu starten
|-
| reconfig
|
| Konfiguration neu einlesen, oder entfernte Zonen erkennen, ohne alle Zonendateien neu zu laden
|-
| reload
|''<zonenname>''
| lädt die angegebene Zone neu
|-
| refresh
|''<zonenname>''
| startet einen sofortigen SOA-Refresh für eine Slave-Zone
|-
| freeze
|''<zonenname>''
| friert eine dynamische Zone ein. Journaldaten werden in die Zonendatei geschrieben, weitere Updates werden blockiert
|-
| thaw
|''<zonenname>''
| hebt ''freeze'' auf und erlaubt wieder dynamische Updates
|-
| sync
|''<zonenname>''
| schreibt Journaldaten in die Zonendatei. Mit ''-clean'' wird das Journal anschließend gelöscht
|-
| flush
|
| leert den gesamten Resolver-Cache
|-
| flushname
|''<name>''
| entfernt nur Einträge für einen bestimmten Namen aus dem Cache
|-
| flushtree
|''<name>''
| entfernt alle Einträge unterhalb eines Namensbaums aus dem Cache
|-
| halt
|
| beendet den ''named''-Dienst sofort, ohne dynamische Zonendaten zuerst zu sichern
|-
| stop
|
| stoppt ''named'' kontrolliert und speichert zuvor dynamische Updates und IXFR-Informationen
|-
| querylog
|
| schaltet die ausführliche Protokollierung von Anfragen ein oder aus
|-
| stats
|
| schreibt Statistikdaten in die von ''statistics-file'' konfigurierte Datei (unter Debian typischerweise beispielsweise ''/var/cache/bind/named.stats'')
|}


Diese Anweisung weist <tt>named</tt> an, am standardmäßigen TCP-Port 953 nach Loopback-Adressen zu suchen und lässt <tt>rndc</tt>-Befehle zu, die vom lokalen Host ausgeführt werden, wenn der richtige Schlüssel angegeben wird. Der <tt>''<key-name>''</tt> bezieht sich auf die <tt>key</tt>-Direktive, die sich auch in der <tt>/etc/named.conf</tt>-Datei befindet. Im nächsten Beispiel wird eine <tt>key</tt>-Anweisung veranschaulicht.
=== Konfigurationsdatei ===
Vorgaben aus Konfigurationsdateien überschreiben
; Vorgaben überschreiben
{| class= "wikitable options big"
! Option || Parameter || Beschreibung
|-
| -c || [[Datei]] || [[Konfigurationsdatei]]
|-
| -p || [[Port]] || [[Port]]
|-
| -s || [[Server]] || [[Server]]
|-
| -y || [[Keyname]] || [[key]]
|}


key "''<key-name>''" {
=== Weitere Details ===
  algorithm hmac-md5;
* [[rndc(8)]]
  secret "''<key-value>''";
* [[named(8)]]
};


In diesem Beispiel benutzt <tt>''<key-value>''</tt> einen HMAC-MD5-Algorithmus. Mit dem nachfolgenden Befehl können Sie Ihre eigenen Schlüssel unter Verwendung eines HMAC-MD5-Algorithmus erstellen:
=== Parameter ===
=== Umgebungsvariablen ===
=== Exit-Status ===
{| class="wikitable options col1center big"
|-
! Wert !! Beschreibung
|-
| 0 || Erfolg
|-
| >0 || Fehler
|}


dnssec-keygen -a hmac-md5 -b ''<bit-length>'' -n HOST ''<key-file-name>''
== Konfiguration ==
; Konfiguration in /etc/bind/named.conf
Für die Nutzung von ''rndc'' muss eine ''controls''-Direktive in der ''named''-Konfiguration vorhanden sein.


Es empfiehlt sich, einen Schlüssel mit einer Größe von mindestens 256 Bit zu erstellen. Der Schlüssel, der im <tt>''<key-value>''</tt>-Bereich gespeichert werden sollte, kann in der Datei <tt>''<key-file-name>''</tt>, welche von diesem Befehl erzeugt wurde, gefunden werden.
; ''controls''-Direktive
<syntaxhighlight lang="json" highlight="" line copy>
controls {
inet 127.0.0.1 allow { localhost; } keys { "rndc-key"; };
inet ::1    allow { localhost; } keys { "rndc-key"; };
};
</syntaxhighlight>


; Warnung
Diese Anweisung veranlasst ''named'', auf 127.0.0.1:953 und ::1:953 Verbindungen zu akzeptieren und nur Anfragen zu erlauben, die mit dem Schlüssel ''"rndc-key"'' signiert sind.
: Da <tt>/etc/named.conf</tt> von jedem gelesen werden kann, ist es angeraten, das <tt>key</tt>-Statement in eine separate Datei auszulagern, welche nur von root gelesen werden kann und ein <tt>include</tt>-Statement zu verwenden, um diese Datei einzubinden. Zum Beispiel:
include "/etc/rndc.key";


==== Konfigurieren von /etc/rndc.conf ====
; ''key''-Definition
Die <tt>key</tt>-Anweisung ist die wichtigste in der Datei <tt>/etc/rndc.conf</tt>.


key "''<key-name>''" {
<syntaxhighlight lang="json" highlight="" line copy>
  algorithm hmac-md5;
key "rndc-key" {
  secret "''<key-value>''";
algorithm hmac-sha256;
};
secret "BASE64-KEY";
};
</syntaxhighlight>


<tt>''<key-name>''</tt> und <tt>''<key-value>''</tt> sollten exakt mit den Einstellungen in <tt>/etc/named.conf</tt> übereinstimmen.
* ''algorithm hmac-sha256;'' – empfiehlt sich als aktueller Standard für TSIG-Schlüssel.


Um den Schlüsseln, welche in <tt>/etc/named.conf</tt> auf dem Ziel-Server angegeben sind, zu entsprechen, fügen Sie folgende Zeilen zu <tt>/etc/rndc.conf</tt> hinzu.
; Schlüsselgenerierung mit rndc-confgen
In typischen Installationen wird der Schlüssel automatisch mit ''rndc-confgen'' erzeugt:


Options {
<syntaxhighlight lang="bash" highlight="1" line copy>rndc-confgen -a</syntaxhighlight>
  default-server  localhost;
  default-key    "''<key-name>''";
};


Diese Anweisung setzt den globalen Default-Schlüssel. Die<tt>rndc</tt> Konfigurationsdatei kann allerdings auch verschiedene Schlüssel für verschiedene Server verwenden, wie im folgenden Beispiel gezeigt:
Dieser Befehl erzeugt eine Datei ''/etc/bind/rndc.key'' mit einer passenden ''key''-Definition und setzt dabei restriktive Dateirechte (z. B. Modus 0600).


server localhost {
Der generierte Schlüssel befindet sich in der zugehörigen ''.key''-Datei (z. B. ''Krndc-key.+161+12345.key'') und wird in das Feld ''secret'' übernommen.
  key "''<key-name>''";
};


; Achtung
; Hinweis
: Stellen Sie sicher, dass jeweils nur ein root-Benutzer auf die Datei <tt>/etc/rndc.conf</tt> zugreifen kann.
: Klartext-Schlüssel sollten nicht direkt in einer global lesbaren Konfigurationsdatei stehen. Schlüsseldefinitionen werden in eine separate, nur für ''root'' lesbare Datei ausgelagert und per ''include'' eingebunden, z. B.:


Für weitere Informationen zur Datei <tt>/etc/rndc.conf</tt>, siehe die <tt>rndc.conf</tt> man-Seiten.
<syntaxhighlight lang="json" highlight="" line copy>
include "/etc/bind/rndc.key";
</syntaxhighlight>


==== Befehlszeilenoptionen ====
=== /etc/bind/rndc.conf ===
Ein <tt>rndc</tt>-Befehl sieht wie folgt aus:
; Konfiguration in [[/etc/bind/rndc.conf]]
Die Datei ''/etc/bind/rndc.conf'' beschreibt, mit welchen Schlüsseln und gegen welche Server ''rndc'' arbeitet. Auf vielen Systemen genügt die automatisch
erzeugte Datei ''/etc/bind/rndc.key''; eine explizite ''rndc.conf'' ist dann optional.


rndc ''<options>'' ''<command>'' ''<command-options>''
* Die rndc-Konfiguration ermöglicht die Authentifizierung zwischen rndc und BIND.


Wenn <tt>rndc</tt> auf einem korrekt konfigurierten lokalen Host ausgeführt wird, stehen Ihnen folgende Befehle zur Verfügung:
* <tt>halt</tt> — Hält den <tt>named</tt>-Service sofort an.
* <tt>querylog</tt> — Protokolliert alle Abfragen, die von Clients auf diesem Name-Server durchgeführt wurden.
* <tt>refresh</tt> — Aktualisiert die Datenbank des Nameservers.
* <tt>reload</tt> — Weist den Name-Server an, die Zone-Dateien neu zu laden, aber alle vorher verarbeiteten Antworten zu behalten. Dadurch können Sie Änderungen in den Zone-Dateien durchführen, ohne dass die gespeicherten Auflösungen von Namen verloren gehen.
* Wenn sich Ihre Änderungen nur auf eine bestimmte Zone auswirken, können Sie lediglich diese Zone neu laden. Geben Sie hierzu nach dem <tt>reload</tt>-Befehl den Namen der Zone ein.
* <tt>stats</tt> — Schreibt die aktuellen <tt>named</tt>-Statistiken in die Datei <tt>/var/named/named.stats</tt>.
* <tt>stop</tt> — Stoppt den Server vorsichtig, und speichert dabei alle dynamischen Updates und die vorhandenen ''Incremental Zone Transfers'' (''IXFR'') Daten, vor dem Beenden.


Gelegentlich werden Sie bestimmt auch die Standardeinstellungen in der <tt>/etc/rndc.conf</tt>-Datei übergehen wollen. Hierzu stehen Ihnen folgende Optionen zur Verfügung:
; Minimalbeispiel
* <tt>-c ''<configuration-file>''</tt> — Gibt einen alternativen Speicherort der Konfigurationsdatei an.
<syntaxhighlight lang="json" highlight="" line copy>
* <tt>-p ''<port-number>''</tt> — Legt für die <tt>rndc</tt>-Verbindung eine andere als die standardmäßige Portnummer 953 fest.
key "rndc-key" {
* <tt>-s ''<server>''</tt> — Ermöglicht es Ihnen, einen anderen als den <tt>default-server</tt> in <tt>/etc/rndc.conf</tt> anzugeben.
algorithm hmac-sha256;
* <tt>-y ''<key-name>''</tt> — Ermöglicht es Ihnen, einen anderen als den <tt>default-key</tt> in der <tt>/etc/rndc.conf</tt>-Datei einzustellen.
secret "BASE64-KEY";
};


Zusätzliche Informationen zu diesen Optionen finden Sie auf der <tt>rndc</tt>-man-Seite
options {
default-server 127.0.0.1;
default-key "rndc-key";
};
 
server 127.0.0.1 {
key "rndc-key";
};
</syntaxhighlight>
 
* ''key'' – definiert den gemeinsam genutzten Schlüssel.
* ''options'' – setzt globale Vorgaben wie ''default-server'' und ''default-key''.
* ''server'' – ermöglicht serverbezogene Einstellungen, beispielsweise abweichende Ports oder Schlüssel.
 
; Hinweis
: ''/etc/bind/rndc.conf'' und die verwendeten Schlüsseldateien (z. B. ''/etc/bind/rndc.key'') sollten nur für ''root'' lesbar sein (Modus 0600), um unbefugten Zugriff auf Geheimschlüssel zu verhindern.
 
Für Detailinformationen zu allen Direktiven steht die Manpage ''rndc.conf(5)'' zur Verfügung.
 
=== Dienst neu starten ===
 
Nach Änderungen an den Schlüsseln oder der ''rndc''-Konfiguration muss der Dienst bind9 neu gestartet werden.
 
<syntaxhighlight lang="bash" highlight="1" copy line>
sudo systemctl restart bind9
</syntaxhighlight>
 
=== Debian ===
[[rndc]] wird in der Regel ohne eigene ''/etc/bind/rndc.conf'' betrieben
* Stattdessen verwendet rndc standardmäßig die automatisch erzeugte Schlüsseldatei /etc/bind/rndc.key
* Diese Datei wird ebenfalls mit ''rndc-confgen -a'' erstellt
* Als Ziel wird automatisch der lokale named auf '''127.0.0.1''', Port '''953''' angenommen
 
 
=== Dateien ===
{| class="wikitable options big"
|-
! Datei !! Beschreibung
|-
| ||
|-
| ||
|}
 
<noinclude>
<!--
----
{{Navigation|<zurück>|<nachste>}}
----
-->
 
== Anwendung ==
; Erneuten Domaintransfer
Am [[BIND/Slave|Slave]] starten
<syntaxhighlight lang="bash" highlight="1">
rndc retransfer <DOMAIN>
</syntaxhighlight>
 
<!-- output -->
<syntaxhighlight lang="bash" highlight="" line>
</syntaxhighlight>
 
=== Problembehebung ===
; Übereinstimmung der Schlüsseldefinitionen
* ''[[named]]''-Konfiguration
* ''[[rndc]]''-Konfiguration
 
== Anhang ==
=== Siehe auch ===
<div style="column-count:2">
<categorytree hideroot=on mode="pages">BIND</categorytree>
</div>
----
{{Special:PrefixIndex/{{BASEPAGENAME}}/}}
 
=== Dokumentation ===
<!--
; Man-Page
# [https://manpages.debian.org/stable/procps/pgrep.1.de.html prep(1)]
 
; Info-Pages
-->
 
=== Links ===
==== Projekt ====
==== Weblinks ====
 
{{DEFAULTSORT:BIND/rndc}}
{{DISPLAYTITLE:BIND/rndc}}
 
[[Kategorie:BIND]]
 
</noinclude>

Aktuelle Version vom 19. Juli 2026, 21:52 Uhr

BIND/rndc - Remote Name Daemon Control


Beschreibung

Werkzeug zur Verwaltung von BIND

Installation

Aufruf

rndc [Optionen] Befehl [Optionen]

Befehle

Befehl Parameter Beschreibung
status Status des Servers, Versionsinformationen und die Zahl der geladenen Zonen
reload Konfiguration und Zonendateien neu laden, ohne den Prozess neu zu starten
reconfig Konfiguration neu einlesen, oder entfernte Zonen erkennen, ohne alle Zonendateien neu zu laden
reload <zonenname> lädt die angegebene Zone neu
refresh <zonenname> startet einen sofortigen SOA-Refresh für eine Slave-Zone
freeze <zonenname> friert eine dynamische Zone ein. Journaldaten werden in die Zonendatei geschrieben, weitere Updates werden blockiert
thaw <zonenname> hebt freeze auf und erlaubt wieder dynamische Updates
sync <zonenname> schreibt Journaldaten in die Zonendatei. Mit -clean wird das Journal anschließend gelöscht
flush leert den gesamten Resolver-Cache
flushname <name> entfernt nur Einträge für einen bestimmten Namen aus dem Cache
flushtree <name> entfernt alle Einträge unterhalb eines Namensbaums aus dem Cache
halt beendet den named-Dienst sofort, ohne dynamische Zonendaten zuerst zu sichern
stop stoppt named kontrolliert und speichert zuvor dynamische Updates und IXFR-Informationen
querylog schaltet die ausführliche Protokollierung von Anfragen ein oder aus
stats schreibt Statistikdaten in die von statistics-file konfigurierte Datei (unter Debian typischerweise beispielsweise /var/cache/bind/named.stats)

Konfigurationsdatei

Vorgaben aus Konfigurationsdateien überschreiben

Vorgaben überschreiben
Option Parameter Beschreibung
-c Datei Konfigurationsdatei
-p Port Port
-s Server Server
-y Keyname key

Weitere Details

Parameter

Umgebungsvariablen

Exit-Status

Wert Beschreibung
0 Erfolg
>0 Fehler

Konfiguration

Konfiguration in /etc/bind/named.conf

Für die Nutzung von rndc muss eine controls-Direktive in der named-Konfiguration vorhanden sein.

controls-Direktive
controls {
 inet 127.0.0.1 allow { localhost; } keys { "rndc-key"; };
 inet ::1    allow { localhost; } keys { "rndc-key"; };
};

Diese Anweisung veranlasst named, auf 127.0.0.1:953 und ::1:953 Verbindungen zu akzeptieren und nur Anfragen zu erlauben, die mit dem Schlüssel "rndc-key" signiert sind.

key-Definition
key "rndc-key" {
 algorithm hmac-sha256;
 secret "BASE64-KEY";
};
  • algorithm hmac-sha256; – empfiehlt sich als aktueller Standard für TSIG-Schlüssel.
Schlüsselgenerierung mit rndc-confgen

In typischen Installationen wird der Schlüssel automatisch mit rndc-confgen erzeugt:

rndc-confgen -a

Dieser Befehl erzeugt eine Datei /etc/bind/rndc.key mit einer passenden key-Definition und setzt dabei restriktive Dateirechte (z. B. Modus 0600).

Der generierte Schlüssel befindet sich in der zugehörigen .key-Datei (z. B. Krndc-key.+161+12345.key) und wird in das Feld secret übernommen.

Hinweis
Klartext-Schlüssel sollten nicht direkt in einer global lesbaren Konfigurationsdatei stehen. Schlüsseldefinitionen werden in eine separate, nur für root lesbare Datei ausgelagert und per include eingebunden, z. B.:
include "/etc/bind/rndc.key";

/etc/bind/rndc.conf

Konfiguration in /etc/bind/rndc.conf

Die Datei /etc/bind/rndc.conf beschreibt, mit welchen Schlüsseln und gegen welche Server rndc arbeitet. Auf vielen Systemen genügt die automatisch erzeugte Datei /etc/bind/rndc.key; eine explizite rndc.conf ist dann optional.

  • Die rndc-Konfiguration ermöglicht die Authentifizierung zwischen rndc und BIND.


Minimalbeispiel
key "rndc-key" {
 algorithm hmac-sha256;
 secret "BASE64-KEY";
};

options {
 default-server 127.0.0.1;
 default-key "rndc-key";
};

server 127.0.0.1 {
 key "rndc-key";
};
  • key – definiert den gemeinsam genutzten Schlüssel.
  • options – setzt globale Vorgaben wie default-server und default-key.
  • server – ermöglicht serverbezogene Einstellungen, beispielsweise abweichende Ports oder Schlüssel.
Hinweis
/etc/bind/rndc.conf und die verwendeten Schlüsseldateien (z. B. /etc/bind/rndc.key) sollten nur für root lesbar sein (Modus 0600), um unbefugten Zugriff auf Geheimschlüssel zu verhindern.

Für Detailinformationen zu allen Direktiven steht die Manpage rndc.conf(5) zur Verfügung.

Dienst neu starten

Nach Änderungen an den Schlüsseln oder der rndc-Konfiguration muss der Dienst bind9 neu gestartet werden.

sudo systemctl restart bind9

Debian

rndc wird in der Regel ohne eigene /etc/bind/rndc.conf betrieben

  • Stattdessen verwendet rndc standardmäßig die automatisch erzeugte Schlüsseldatei /etc/bind/rndc.key
  • Diese Datei wird ebenfalls mit rndc-confgen -a erstellt
  • Als Ziel wird automatisch der lokale named auf 127.0.0.1, Port 953 angenommen


Dateien

Datei Beschreibung


Anwendung

Erneuten Domaintransfer

Am Slave starten

rndc retransfer <DOMAIN>

Problembehebung

Übereinstimmung der Schlüsseldefinitionen

Anhang

Siehe auch



Dokumentation

Projekt