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Ein '''Verzeichnis''' oder '''Register''', auch '''Katalog''', '''Ordner''' oder '''Auflistung''', in Österreich (besonders amtlich) '''Evidenz''' genannt, ist eine [[liste]]nförmig darstellbare Anordnung von [[Information]]en nach bestimmten [[Merkmal]]en.
== Wortherkunft ==
''Katalog'' kommt vom [[Altgriechische Sprache|altgriechischen]] [[Substantiv]] {{lang|grc|κατάλογος}} ''katálogos'' ‚Verzeichnis‘, ‚Liste‘, im weiteren Sinne der ‚Faktendarstellung‘ bzw. dem altgriechischen [[Verb]] {{lang|grc|καταλέγειν}} ''katalégein'' ‚aufzählen‘, ‚in eine Liste eintragen‘,<ref>Wilhelm Gemoll: ''Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch.'' München / Wien 1965.</ref> und erweitert sich aufgrund der Versdarstellung, die auch in Prosatexte eingeschoben sein kann, allgemein auf die [[Liste]] und weiter auf Verzeichnisse im Allgemeinen.
''Register'' steht in der [[Humanistisches Latein|neulateinischen]] Rechts- und Wirtschaftssprache zu ''registrare'' ‚Bestand aufnehmen‘ aus {{laS|regesta}} zu ''regerere'' ‚eintragen‘.
Im [[Mittelalter]] wurden [[Schriftrolle]]n aus Pergament vor allem noch für Verzeichnisse in der Verwaltung verwendet. Hierfür werden auch die Bezeichnung ''Rotulus'' (lateinisch) sowie die davon abstammenden deutschen Bezeichnungen „Rodel“<ref>Duden online: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Rodel_Aufstellung_Liste ''Rodel'']</ref> und „Rödel“ verwendet (auch das Wort „Rolle“ stammt von lateinisch ''rotulus'' und ''rotula'' ab).<ref>Duden online: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Rolle ''Rolle''], siehe Angaben unter Herkunft.</ref> Vereinzelt gab es Rotuli aus Papier (beispielsweise einen Papier-Rotulus über die Prozessauslagen des Stiftes Essen 1353–1355).
== Grundlagen ==
Typische einfache Verzeichnisse in schriftlicher Form sind [[alphabet]]ische geordnete oder [[Hierarchie|hierarchisch]] aufgebaute [[Liste]]n. In der [[Elektronische Datenverarbeitung|elektronischen Datenverarbeitung]] dienen Verzeichnisse der logischen Strukturierung. So ist ein Verzeichnis (oder ''Ordner'') Teil der [[Verzeichnisstruktur]] eines [[Dateisystem]]s.
== Ordner ==
Die Worte Ordner und Verzeichnisse haben leicht unterschiedliche Bedeutungen, obwohl sie oft für die gleiche Sache verwendet werden. Wenn man einen „Behälter für Dokumente“ meint, ist der Begriff [[Aktenordner|Ordner]] besser geeignet. Der Begriff Verzeichnis bezieht sich auf eine [[Verzeichnisstruktur|strukturierte]] ''Liste'' von Dokumenten, Dateien und Ordnern auf dem Computer. Ein Verzeichnis ist mit einem [[Telefonbuch]] vergleichbar, das Namen, Telefonnummern und Adressen enthält, aber nicht die eigentlichen Häuser selbst.
== Beispiele ==
* [[Bibliothekskatalog]]
* [[Fragenkatalog]], Verzeichnis von zu einem Thema relevanten Fragen für empirische Sozialstudien
* [[Handelsregister]]
* [[Inhaltsverzeichnis]]
* [[Kataster]]
* [[Literaturverzeichnis]]
* [[Personenregister]]
* [[Kirchenbuch]]
* [[Sachregister]]
* [[Schiffsregister]]
* Schriftgutverzeichnis (siehe [[Schriftgutkatalog]])
* [[Sternkatalog]]
* Stichwortverzeichnis, Index, [[Register (Nachschlagewerk)]]
* Telefonverzeichnisse als [[Telefonbuch]], Adressverzeichnisse
* Tonträgerverzeichnis (siehe [[Tonträgerkatalog]])
* Webkatalog, [[Webverzeichnis]], eine Sammlung von Webseiten
Das Prinzip des Registers kann zu komplexen Strukturen verbunden sein. Das Grundprinzip sind dann mehrdimensional verknüpfte Listen, die komplexe Verzeichnisse ergeben. Diese wären in Papierform nicht mehr, oder nur mit immensem Aufwand, darstellbar.
* [[Datenbank]]
* [[Informationssystem]]
== Siehe auch ==
* [[Verzeichnisdienst]]
== Weblinks ==
https://de.wikipedia.org/wiki/Verzeichnis
[[Kategorie:Verzeichnis]]
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Version vom 31. Dezember 2023, 11:37 Uhr

topic - Kurzbeschreibung

Beschreibung

Anhang

Siehe auch

Links

Weblinks

TMP

Ein Verzeichnis oder Register, auch Katalog, Ordner oder Auflistung, in Österreich (besonders amtlich) Evidenz genannt, ist eine listenförmig darstellbare Anordnung von Informationen nach bestimmten Merkmalen.

Wortherkunft

Katalog kommt vom altgriechischen Substantiv Vorlage:Lang katálogos ‚Verzeichnis‘, ‚Liste‘, im weiteren Sinne der ‚Faktendarstellung‘ bzw. dem altgriechischen Verb Vorlage:Lang katalégein ‚aufzählen‘, ‚in eine Liste eintragen‘,[1] und erweitert sich aufgrund der Versdarstellung, die auch in Prosatexte eingeschoben sein kann, allgemein auf die Liste und weiter auf Verzeichnisse im Allgemeinen.

Register steht in der neulateinischen Rechts- und Wirtschaftssprache zu registrare ‚Bestand aufnehmen‘ aus Vorlage:LaS zu regerere ‚eintragen‘.

Im Mittelalter wurden Schriftrollen aus Pergament vor allem noch für Verzeichnisse in der Verwaltung verwendet. Hierfür werden auch die Bezeichnung Rotulus (lateinisch) sowie die davon abstammenden deutschen Bezeichnungen „Rodel“[2] und „Rödel“ verwendet (auch das Wort „Rolle“ stammt von lateinisch rotulus und rotula ab).[3] Vereinzelt gab es Rotuli aus Papier (beispielsweise einen Papier-Rotulus über die Prozessauslagen des Stiftes Essen 1353–1355).

Grundlagen

Typische einfache Verzeichnisse in schriftlicher Form sind alphabetische geordnete oder hierarchisch aufgebaute Listen. In der elektronischen Datenverarbeitung dienen Verzeichnisse der logischen Strukturierung. So ist ein Verzeichnis (oder Ordner) Teil der Verzeichnisstruktur eines Dateisystems.

Ordner

Die Worte Ordner und Verzeichnisse haben leicht unterschiedliche Bedeutungen, obwohl sie oft für die gleiche Sache verwendet werden. Wenn man einen „Behälter für Dokumente“ meint, ist der Begriff Ordner besser geeignet. Der Begriff Verzeichnis bezieht sich auf eine strukturierte Liste von Dokumenten, Dateien und Ordnern auf dem Computer. Ein Verzeichnis ist mit einem Telefonbuch vergleichbar, das Namen, Telefonnummern und Adressen enthält, aber nicht die eigentlichen Häuser selbst.

Beispiele

Das Prinzip des Registers kann zu komplexen Strukturen verbunden sein. Das Grundprinzip sind dann mehrdimensional verknüpfte Listen, die komplexe Verzeichnisse ergeben. Diese wären in Papierform nicht mehr, oder nur mit immensem Aufwand, darstellbar.

Siehe auch

Weblinks

https://de.wikipedia.org/wiki/Verzeichnis

  1. Wilhelm Gemoll: Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch. München / Wien 1965.
  2. Duden online: Rodel
  3. Duden online: Rolle, siehe Angaben unter Herkunft.