Munin
Munin - Kurzbeschreibung
Beschreibung
Die freie Software Munin ist ein Werkzeug zur Überwachung von Rechnern in einem Rechnernetzwerk mit Status- und Prozess-Visualisierung. Ein zentraler Rechner, der sogenannte "Master", sammelt Leistungsdaten von im Netzwerk verteilten Computern, den "Nodes", speichert diese und stellt die Daten mittels Webschnittstelle graphisch dar. Die Speicherung der Messwerte geschieht mit Hilfe von RRDtool.
Auf diese Weise wird eine Visualisierung der Leistungsdaten erzeugt, die einen Vergleich der aktuellen Daten mit den Daten anderer Rechner und Daten aus der Vergangenheit (im Regelfall maximal für etwa 400 Tage) gestattet. Dabei nimmt die Datengenauigkeit der historischen Werte mit ihrem Alter ab, so dass die verwendete Datenbank eine konstante Größe besitzt. Wegen dieses Mechanismus liegen die Daten des letzten Tages mit einer Auflösung von 5 Minuten vor, die Daten der letzten Woche mit einer Auflösung von 30 Minuten, die Daten des letzten Monats mit einer Auflösung von 2 Stunden und die Daten des letzten Jahres mit einer Auflösung von einem Tag.
|Name = Munin |Screenshot = Datei:Munin.png |Betriebssystem = Unix-Derivate |Kategorie = Monitoring |Lizenz = GPL (Freie Software) |Website = munin-monitoring.org/
Bild(./munin_logo.png, align=left)
Munin {en} ist eine umfassende und sehr einfach zu bedienende Rechner-Überwachungssoftware. Verschiedene Informationen wie die Prozessorauslastung, Festplattenbelegungen oder auch Zugriffe auf Serverdienste eines oder mehrerer Rechner werden permanent gesammelt und können über eine Weboberfläche betrachtet werden.
Munin selber ist als Master/Client-Anwendung aufgebaut. Der Master-Rechner kann den "Munin-Node" auf weiteren Rechnern im Netzwerk abfragen und so diese Informationen mit anzeigen. Munin eignet sich daher für die Überwachung eines einzigen Rechners wie auch für die Überwachung eines ganzen Rechnerparks. Ein Beispiel einer Munin-Installation zur Überwachung eines ganzen Rechnerfuhrparks findet man hier {en} .
Alternativen zu Munin sind Nagios {en} und Icinga {en}.
Plugins
Für Munin gibt es eine Reihe von clientseitigen Plugins, die es möglich machen, verschiedene Dienste eines Servers (beispielsweise Datenbanken, CPU-Last, Mails, Sensoren, Netzwerk und weitere) zu überwachen. Diese Plugins werden von einem Daemon gestartet, der Anfragen des Munin-Masters über eine Netzwerkverbindung entgegennimmt. Während der Daemon mit privilegierten Rechten (root) läuft, sorgt die Konfiguration dafür dass die Plugins mit eingeschränkten Rechten ausgeführt werden. Die Entwicklung eigener Plugins ist mit grundlegenden Programmier-Kenntnissen möglich. Mit MuninExchange existiert eine Plattform zum Austausch der von Anwendern entwickelten Plugins. Ebenfalls existiert eine Schnittstelle zu Nagios, einer alarmorientierten Überwachungs- und Monitorlösung.
Unterstützte Plattformen
Munin ist plattformübergreifend in Perl geschrieben, es werden daher alle gängigen Unix-/Linux Plattformen unterstützt. Die Installation ist jedoch auch auf nicht unterstützten Systemen möglich, die Installation von Perl vorausgesetzt. Daneben existiert eine Portierung für MS-Windows, sowie für eingebettete Systeme (wie bspw. OpenWrt). Munin-Plugins können in beliebigen Sprachen programmiert sein. Darüber hinaus ist es möglich, Abfragen per SNMP von beliebigen SNMP-fähigen Geräten (beispielsweise Switches, WLAN-Access-Points, Thermometer) durchzuführen, womit die Notwendigkeit der Installation eines Munin-Plugins entfällt.
Funktionsweise

Munin arbeitet mit einem Master-Rechner und beliebig vielen Nodes. Wenn nicht nur ein einziger lokaler Server überwacht werden soll, werden auf den zusätzlichen Computern sogenannte Munin-Nodes (die Clientsoftware) eingerichtet und vom Munin-Master regelmäßig abgefragt. Diese Intervalle werden durch Cronjobs gesteuert, welche bei der Installation von Munin automatisch angelegt werden.
Die so gesammelten Daten werden in ein RRD-Archiv gespeist, durch Munin aufbereitet und auf dem Webinterface dargestellt. An den Webserver werden keine besonderen Ansprüche gestellt, da Munin die Seiten generiert und der Webserver nur statische Seiten ausliefern muss. Allerdings unterstützt Munin bei der Einrichtung eines Passwortschutzes vor der Abfrage der Daten sowie beim Caching der Graphen im Webserver selbst.
Installation
Bild(./munin.png, align=right)
Munin kann aus den Paketquellen installiert werden. Dazu müssen je nach Bedarf die Pakete
- munin (universe, [2])
- munin-node (universe)
installiert [1] werden. Je nach Einsatz sollte nur munin bzw. munin-node installiert werden. munin-node sammelt nur die Daten, die dann von munin abgerufen und über einen Webserver dargestellt werden.
Bei der Installation von munin' ist zu beachten, dass ein [:Serverdienste:Webserver] auf dem Rechner bereits eingerichtet sein sollte, damit die Informationen auch abgerufen werden können. Ebenso muss der [:Cron:Cron-Daemon] installiert sein, damit munin auch die Serverstatistiken erstellt (Der Master und der Client erstellen dazu in /etc/cron.d/ je einen Cron-Job). Anschließend kann man die Statistiken unter der Adresse http:/'/<Servername oder -IP>/munin/ abrufen.
Aufruf
Optionen
Argumente
Umgebung
Rückgabewert
Anwendung
Problembehebung
Konfiguration
Dateien
Anhang
Siehe auch
Dokumentation
- Man-Page
- Info-Page
Links
Projekt
Weblinks
- https://wiki.ubuntuusers.de/Munin/
- https://de.wikipedia.org/wiki/Munin_(Software)
- Offizielle Webpräsenz
- Plugin-Verzeichnis MuninExchange auf github
TMP2
Munin steuern
Wie alle anderen Dienste bringt Munin Systemd-Service-Units mit.
start
* "start" - Startet den Dienst * "stop" - Stoppt den Dienst * "restart" - Startet den Dienst neu, bestehende Verbindungen auf den Server werden gekappt
Mehr dazu im Wiki unter [:Dienste:].