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Die Verfügbarkeit der Geschäftsprozesse oder Fachaufgaben ist eine Existenzfrage für Institution | Die Verfügbarkeit der Geschäftsprozesse oder Fachaufgaben ist eine Existenzfrage für Institution | ||
; Existenzbedrohenden Schäden | |||
Gleichzeitig nehmen Risiken zu | Gleichzeitig nehmen Risiken zu | ||
* die den Geschäftsbetrieb oder die Aufgabenerfüllung einer Institution in hohem Maße beeinträchtigen und sogar zu einem existenzbedrohenden Schaden führen können | |||
* gegen die sich Institutionen nicht komplett schützen können | |||
* Cyber-Angriffe | * Cyber-Angriffe | ||
* Naturereignisse | * Naturereignisse | ||
; Ausfall kritischer Geschäftsprozesse | |||
Obwohl Institutionen sich mit Informationssicherheit bzw. Cybersicherheit sowie mit IT-Service Continuity Management (ITSCM) zu schützen versuchen | Obwohl | ||
* Insbesondere Ransomware-Angriffe haben sich zu einer allgegenwärtigen Bedrohung entwickelt | * Institutionen sich mit Informationssicherheit bzw. Cybersicherheit | ||
* sowie mit IT-Service Continuity Management ([[ITSCM]]) | |||
* zu schützen versuchen | |||
* führten Cyber-Angriffe immer wieder zu Ausfällen kritischer Geschäftsprozesse | |||
* Insbesondere Ransomware-Angriffe haben sich zu einer allgegenwärtigen Bedrohung entwickelt | |||
; Effizienzsteigerung von Geschäftsprozessen | |||
Zudem sorgt die fortschreitende Effizienzsteigerung von Geschäftsprozessen dafür | Zudem sorgt die fortschreitende Effizienzsteigerung von Geschäftsprozessen dafür | ||
* dass Leerlauf- und Pufferzeiten auf ein Minimum reduziert werden | |||
* Darüber hinaus werden auch in der Logistik und der Produktion benötigte Ressourcen auf ein Mindestmaß reduziert, um Lagerflächen einzusparen | * Darüber hinaus werden auch in der Logistik und der Produktion benötigte Ressourcen auf ein Mindestmaß reduziert, um Lagerflächen einzusparen | ||
; Zeitfenster | |||
Dadurch verkleinern sich in der Praxis die Zeitfenster | |||
* Entsprechend steigt die Notwendigkeit, gegen Ausfälle des Geschäftsbetriebs umfassend vorzusorgen sowie für den Schadensfall angemessene Möglichkeiten zur Geschäftsfortführung vorzubereiten (engl. Business Continuity oder BC) | innerhalb derer auf Ausfälle der Geschäftsprozesse angemessen reagiert und unmittelbare Folgewirkungen eingedämmt werden können | ||
; Notwendigkeit der Vorsorge | |||
* Entsprechend steigt die Notwendigkeit, gegen Ausfälle des Geschäftsbetriebs umfassend vorzusorgen sowie für den Schadensfall angemessene Möglichkeiten zur Geschäftsfortführung vorzubereiten (engl. [[Business Continuity]] oder [[BC]]) | |||
== | == Business-Continuity-Management == | ||
Mit Hilfe eines angemessenen Business-Continuity-Managements (BCM) können sich Institutionen vor den Auswirkungen solcher Schadensereignisse schützen, die den Geschäftsbetrieb in nicht akzeptablem bis hin zu existenzbedrohendem Maße beeinträchtigen können | ; Angemessenes [[Business-Continuity-Management]] | ||
* Ziel des BCM ist es sicherzustellen, dass der Geschäftsbetrieb selbst bei massiven Schadensereignissen nicht unterbrochen wird oder nach einer Unterbrechung in angemessener Zeit auf einem definierten Mindestniveau fortgeführt werden kann | Mit Hilfe eines angemessenen [[Business-Continuity-Managements]] ([BCM]) können sich Institutionen vor den Auswirkungen solcher Schadensereignisse schützen, die den Geschäftsbetrieb in nicht akzeptablem bis hin zu existenzbedrohendem Maße beeinträchtigen können | ||
* Das BCM umfasst organisatorische, technische, bauliche und personelle Maßnahmen | * Ziel des [[BCM]] ist es sicherzustellen, dass der Geschäftsbetrieb selbst bei massiven Schadensereignissen nicht unterbrochen wird oder nach einer Unterbrechung in angemessener Zeit auf einem definierten Mindestniveau fortgeführt werden kann | ||
* Das [[BCM]] umfasst organisatorische, technische, bauliche und personelle Maßnahmen | |||
; Synergien | |||
* Institutionen können dabei teilweise auf vorhandene Sicherheitsmaßnahmen weiterer Managementsysteme zurückgreifen und diese gegebenenfalls erweitern | * Institutionen können dabei teilweise auf vorhandene Sicherheitsmaßnahmen weiterer Managementsysteme zurückgreifen und diese gegebenenfalls erweitern | ||
* Synergien ergeben sich | * Synergien ergeben sich beispielsweise mit dem Managementsystem für Informationssicherheit (ISMS) | ||
== BSI-Standard 200-4 == | |||
Erleichtert den Einstieg in ein BCM | |||
* indem ein Stufenmodell mit Einstiegsstufen angeboten wird | |||
Anleitung, um ein vollständiges, zur Norm ISO 22301:2019 konformes BCM | |||
* einzuführen | * einzuführen | ||
* aufrechtzuerhalten | * aufrechtzuerhalten | ||
* zu verbessern | * zu verbessern | ||
; Anforderungskatalog | |||
Für erfahrene Anwendende | |||
* bereits existierendes BCM | |||
* schnell und effektiv nach [[BSI-Standard 200-4]] auszurichten | |||
=== Business-Continuity-Management-Systems (BCMS) | == Business-Continuity-Management-Systems == | ||
BCM ist kein einmaliges Projekt | ; Business-Continuity-Management-Systems (BCMS) | ||
[[BCM]] ist kein einmaliges Projekt | |||
* Bedarf eines zielgerichteten [[Business-Continuity-Management-System]]s ([[BCMS]]) | |||
* das fortlaufend weiterentwickelt wird | |||
; Aufbau und Verbesserung | |||
Ein [[BCMS]] muss | |||
* | * Kontinuierliche Verbesserung | ||
* | * an die sich stetig verändernden Rahmenbedingungen der Institution angepassen | ||
; Dauerhafter Prozess | |||
So wird ein dauerhafter Prozess geschaffen | |||
* | * um organisatorische Resilienz (Widerstandsfähigkeit) aufzubauen | ||
== | == Organisatorische Resilienz == | ||
; Auf Veränderungen reagieren und anzupassen | |||
Organisatorische Resilienz ist die Fähigkeit, auf Veränderungen zu reagieren und sich diesen Veränderungen anzupassen | |||
; | ; Resilienz | ||
Je „resilienter“ eine Institution ist | |||
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** plötzliche und allmähliche | |||
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* | ; Organisatorische Resilienz | ||
* wird nicht durch ein einzelnes Managementsystem aufgebaut | |||
* sondern entsteht erst durch das Zusammenspiel verschiedener [[Management-Disziplinen]] | |||
Eckpfeiler, die gemeinsam [[Resilienz]] schaffen können | |||
* | * [[Informationssicherheit]] | ||
* [[Business Continuity Management]] | |||
* [[Krisenbewältigung]] | |||
* [[IT-Service Continuity]] | |||
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Aktuelle Version vom 17. Juni 2026, 10:40 Uhr
BSI/200-4 - BSI-Standard zum Business Continuity Management

Beschreibung
Business Continuity Management System in Institutionen aufbauen und etablieren
- Praxisnahe Anleitung
- Leichter Einstieg
- Normativer Anforderungskatalog für erfahrene AnwenderInnen
- Resilienz
Zielsetzung
Herausforderung
Leistungen erbringen
- immer effizienter
- möglichst zu jeder Zeit
- Entwicklungen und Trends
Steigende Anforderungen
- Globalen Wettbewerb
- Fortschreitende Digitalisierung
- Interessengruppen (Aufsichtsbehörden, Kunden, Öffentlichkeit, ...)
- Abhängigkeiten
Steigende Abhängigkeiten
- Informationstechnik (IT)
- Lieferketten
- Drittanbietenden
- Dienstleistungs-
- Zulieferungs-
- Versorgungsunternehmen
Die Verfügbarkeit der Geschäftsprozesse oder Fachaufgaben ist eine Existenzfrage für Institution
- Existenzbedrohenden Schäden
Gleichzeitig nehmen Risiken zu
- die den Geschäftsbetrieb oder die Aufgabenerfüllung einer Institution in hohem Maße beeinträchtigen und sogar zu einem existenzbedrohenden Schaden führen können
- gegen die sich Institutionen nicht komplett schützen können
- Cyber-Angriffe
- Naturereignisse
- Ausfall kritischer Geschäftsprozesse
Obwohl
- Institutionen sich mit Informationssicherheit bzw. Cybersicherheit
- sowie mit IT-Service Continuity Management (ITSCM)
- zu schützen versuchen
- führten Cyber-Angriffe immer wieder zu Ausfällen kritischer Geschäftsprozesse
- Insbesondere Ransomware-Angriffe haben sich zu einer allgegenwärtigen Bedrohung entwickelt
- Effizienzsteigerung von Geschäftsprozessen
Zudem sorgt die fortschreitende Effizienzsteigerung von Geschäftsprozessen dafür
- dass Leerlauf- und Pufferzeiten auf ein Minimum reduziert werden
- Darüber hinaus werden auch in der Logistik und der Produktion benötigte Ressourcen auf ein Mindestmaß reduziert, um Lagerflächen einzusparen
- Zeitfenster
Dadurch verkleinern sich in der Praxis die Zeitfenster innerhalb derer auf Ausfälle der Geschäftsprozesse angemessen reagiert und unmittelbare Folgewirkungen eingedämmt werden können
- Notwendigkeit der Vorsorge
- Entsprechend steigt die Notwendigkeit, gegen Ausfälle des Geschäftsbetriebs umfassend vorzusorgen sowie für den Schadensfall angemessene Möglichkeiten zur Geschäftsfortführung vorzubereiten (engl. Business Continuity oder BC)
Business-Continuity-Management
- Angemessenes Business-Continuity-Management
Mit Hilfe eines angemessenen Business-Continuity-Managements ([BCM]) können sich Institutionen vor den Auswirkungen solcher Schadensereignisse schützen, die den Geschäftsbetrieb in nicht akzeptablem bis hin zu existenzbedrohendem Maße beeinträchtigen können
- Ziel des BCM ist es sicherzustellen, dass der Geschäftsbetrieb selbst bei massiven Schadensereignissen nicht unterbrochen wird oder nach einer Unterbrechung in angemessener Zeit auf einem definierten Mindestniveau fortgeführt werden kann
- Das BCM umfasst organisatorische, technische, bauliche und personelle Maßnahmen
- Synergien
- Institutionen können dabei teilweise auf vorhandene Sicherheitsmaßnahmen weiterer Managementsysteme zurückgreifen und diese gegebenenfalls erweitern
- Synergien ergeben sich beispielsweise mit dem Managementsystem für Informationssicherheit (ISMS)
BSI-Standard 200-4
Erleichtert den Einstieg in ein BCM
- indem ein Stufenmodell mit Einstiegsstufen angeboten wird
Anleitung, um ein vollständiges, zur Norm ISO 22301:2019 konformes BCM
- einzuführen
- aufrechtzuerhalten
- zu verbessern
- Anforderungskatalog
Für erfahrene Anwendende
- bereits existierendes BCM
- schnell und effektiv nach BSI-Standard 200-4 auszurichten
Business-Continuity-Management-Systems
- Business-Continuity-Management-Systems (BCMS)
BCM ist kein einmaliges Projekt
- Bedarf eines zielgerichteten Business-Continuity-Management-Systems (BCMS)
- das fortlaufend weiterentwickelt wird
- Aufbau und Verbesserung
Ein BCMS muss
- Kontinuierliche Verbesserung
- an die sich stetig verändernden Rahmenbedingungen der Institution angepassen
- Dauerhafter Prozess
So wird ein dauerhafter Prozess geschaffen
- um organisatorische Resilienz (Widerstandsfähigkeit) aufzubauen
Organisatorische Resilienz
- Auf Veränderungen reagieren und anzupassen
Organisatorische Resilienz ist die Fähigkeit, auf Veränderungen zu reagieren und sich diesen Veränderungen anzupassen
- Resilienz
Je „resilienter“ eine Institution ist
- umso besser kann sie
- Risiken und Chancen durch Veränderungen
- erkennen
- flexibel darauf reagieren
- Dies gilt für Veränderungen
- plötzliche und allmähliche
- interne und externe
Managementsysteme
- Organisatorische Resilienz
- wird nicht durch ein einzelnes Managementsystem aufgebaut
- sondern entsteht erst durch das Zusammenspiel verschiedener Management-Disziplinen
Eckpfeiler, die gemeinsam Resilienz schaffen können
Anhang
Siehe auch
- BSI/200-4/02 Einführung
- BSI/200-4/03 Initiierung
- BSI/200-4/04 Konzeption und Planung
- BSI/200-4/05 Besondere Aufbauorganisation
- BSI/200-4/06 BIA-Vorfilter
- BSI/200-4/07 Business Impact Analyse
- BSI/200-4/08 Soll-Ist-Vergleich
- BSI/200-4/09 Risikoanalyse
- BSI/200-4/10 Business-Continuity-Strategie
- BSI/200-4/11 Geschäftsfortführung
- BSI/200-4/11 Geschäftsfortführung/Erstellung
- BSI/200-4/11 Geschäftsfortführung/Qualitätssicherung und Freigabe
- BSI/200-4/11 Geschäftsfortführung/Vorbereitung
- BSI/200-4/12 Wiederanlauf
- BSI/200-4/12 Wiederanlauf/Erstellung
- BSI/200-4/12 Wiederanlauf/Vorbereitung
- BSI/200-4/13 Üben und Testen
- BSI/200-4/14 Leistungsüberprüfung und Berichterstattung
- BSI/200-4/15 Aufrechterhaltung und Verbesserung
- BSI/200-4/Anhang
Links
Projekt
Weblinks