BSI/200-4/02 Einführung
BSI/200-4/02 Einführung
Einführung
- Einführung in BSI/200-4

- Betriebskontinuitätsmanagement (BKM)
Sicherstellung des Fortbestands von Einrichtungen
- bei Risiken mit hohem Schadensausmaß
- Fokus des BCM
- Zeitkritischen Geschäftsprozesse
- Zeitkritische Geschäftsprozesse
- die gegen Ausfälle abgesichert werden sollen
BSI/200-4/02 Einführung/Begriffe
Begriffe
| Begriff | Beschreibung |
|---|---|
| Geschäftsprozess | |
| Zeitkritisch | |
| Allgemeine Aufbauorganisation (AAO) | |
| Besondere Aufbauorganisation (BAO) |
Geschäftsprozess
- Definition
Ein Geschäftsprozess (Fachaufgaben)
- im Sinne des BCM
- Menge logisch verknüpfter Einzeltätigkeiten
- Aufgaben
- Arbeitsabläufe
die durch Organisationseinheiten (OEs) ausgeführt werden
- um ein bestimmtes betriebliches Ziel zu erreichen
Im behördlichen Umfeld ist der Begriff Fachaufgabe dafür geläufiger
Zeitkritisch
Allgemeine Aufbauorganisation
Üblicherweise werden Schadensereignisse durch die Allgemeine Aufbauorganisation (AAO) im täglichen Dienst- bzw. Geschäftsbetrieb (Normalbetrieb) bewältigt.
- Die AAO ist die ständige Organisationsform der Institution für die Aufgaben des täglichen Service- bzw. Geschäftsbetriebs.
- Für die AAO sind die Zuständigkeiten, der hierarchische Aufbau sowie die Kommunikations- und Entscheidungswege festgelegt.
Besondere Aufbauorganisation
- Besondere Aufbauorganisation (BAO)
Einschränkungen, Unterbrechungen oder Ausfälle des Geschäftsbetriebs können so gravierend sein, dass sie nicht mehr durch die AAO und deren Strukturen zu bewältigen sind.
- In diesem Fall wird in der Regel eine Besondere Aufbauorganisation (BAO) eingesetzt.
- Was ist eine Besondere Aufbauorganisation?
Die BAO ist
- eine zeitlich begrenzte Organisationsform
- die auf außergewöhnliche Situationen angemessen und schnell reagieren kann
- Besonderheiten
Innerhalb der BAO gelten zeitlich begrenzte
- Zuständigkeiten
- Hierarchien
- Kommunikations- und Entscheidungswege
die von dem täglichen Normalbetrieb abweichen können.
Detaillierung
- Mittlere Detaillierungsebene ausreichend
Für die im BCM betrachteten Geschäftsprozesse ist eine mittlere Detaillierungsebene ausreichend
- Eine feingliedrige Beschreibung der Einzeltätigkeiten, wie sie beispielsweise in der Organisationsanalyse anhand einer Prozessmodellierung erhoben und dokumentiert werden, sind für das BCM nicht notwendig.
Zeitkritischer Geschäftsprozesse
- innerhalb eines zuvor festgelegten Zeitraums
- nicht tolerierbaren Schaden
- Beispiel
Ein Ausfall, der gegen entsprechende regulatorische Anforderungen verstößt, kann zu existenzbedrohenden Folgen führen
- Abhängigkeiten
Falls andere Geschäftsprozesse benötigt werden, um die zeitkritischen Geschäftsprozesse aufrecht zu erhalten
- Unterstützungsprozesse
- Ressourcen
- Personal
- IT-Systeme
- Dienstleistungen
müssen auch diese als zeitkritisch angesehen werden
- Zeitkritisch <> wichtig
Hingegen kann es in einer Institution auch Geschäftsprozesse geben, die im Alltag sehr wichtig, aber nicht zeitkritisch sind
Störung, Notfall und Krise
Schadensereignisse, die durch BCM behandelt werden
- Abgrenzung
Business Continuity Management SystemEskalation
Managementsystem
- Strategien, Plänen und Handlungen
| BCMS etablieren | Rahmenbedingungen, Aufbau- und Ablauforganisation |
| Kritische Prozesse ermitteln | Prozesse mit ernsthafte Schäden oder vernichtenden Verlusten bei Unterbrechung |
| Kritische Prozesse absichern | Schützen und alternative Abläufe ermöglichen |
BCMS-Bestandteile
| Bestandteile | Beschreibung |
|---|---|
| BCMS | |
| BCMS/Organisation | Organisation |
| BCMS/Methoden | Methoden |
| BCMS/Prozess | Prozess |
| BCMS/Ressourcen | Ressourcen |
| BCMS/Dokumentation | Dokumentation |
| BCMS/Schnittstellen | Schnittstellen |
PDCA-Zyklus eines Managementsystems
Bewältigung
Ablauf und Bewältigung
- Mit und ohne BCM
Bewältigung eines schwerwiegenden Schadensereignisses mit und ohne BCM
- Mit BCM
Ablauf der Bewältigung mit BCM
Abgrenzung und Synergien
| Bereich | Beschreibung |
|---|---|
| Informationssicherheit |
|
| ITSCM | |
| Krisenmanagement | |
| Outsourcing/Lieferketten |
Normen und Standards
Überblick
BCMS Standards
ISO/22300
Krisenmanagement
Schnittstellen
ITIL
Von AXELOS herausgegeben, gepflegt und weiterentwickelt
- Erläutert, wie Institutionen anhand von Technologien und Werkzeugen das Servicemanagement digital transformieren können
- Berücksichtigt aktuelle Trends
- Agile Softwareentwicklung
- DevOps
- Lean IT-Management
- Übernahme von Ergebnissen
Wenn ein IT-Betrieb an ITIL ausgerichtet ist, kann auf diese Strukturen zurückgegriffen werden
- Incident Management
- IT-Service Continuity Management
- ...
Konkretisierungen
Umsetzungshilfen
Good Practice Guidelines
- Umsetzungshilfen
Good Practice Guidelines (GPG)
- Herausgegeben vom Business Continuity Institute
- Erstmals im Jahre 2002
- Regelmäßig aktualisiert und optimiert
- In mehrere Sprachen übersetzt
- Ziele
- Hohen Standard des BCM setzen
- Kompetenz aufzubauen
ISO 22313
BSI-Standards
BSI/Standard - Vom BSI veröffentlichte Standards
Übersicht
| Standards | |
|---|---|
| 200-1 | Anforderungen an ein ISMS |
| 200-2 | Umsetzung der Anforderungen |
| 200-3 | Risikoanalyse |
| 200-4 | Business Continuity Management |
| Kompendium | |
| Kapitel 1 | Vorspann |
| Kapitel 2 | Schichtenmodell / Modellierung |
| Elementare Gefährdungen |
Elementare Gefährdungen |
| Schichten | Prozesse Systeme |
Version 200
| Standard | Titel | Beschreibung |
|---|---|---|
| 200-1 | Managementsysteme für Informationssicherheit |
|
| 200-2 | IT-Grundschutz-Methodik |
|
| 200-3 | Risikomanagement |
|
| 200-4 | Business Continuity Management |
|
Behörden
Leitfaden Krisenkommunikation
- Leitfaden Krisenkommunikation des Bundesministeriums des Innern
Krisenkommunikation analysieren und Krisenkommunikationsplan erarbeiten
- planen
- aufzubauen
- optimieren
Leitfäden von Bundesländern
Verschiedene Bundesländer veröffentlichen länderspezifische Leitfäden zum Krisenmanagement
Stufenmodell
Beschreibung
- BCMS-Stufen
- BCMS-Wege
Vergleich
| Eigenschaft | Reaktiv-BCMS | Aufbau-BCMS | Standard-BCMS |
|---|---|---|---|
| Vorteile | Schnelle Fähigkeit zur Notfallbewältigung | Schrittweiser, ressourcenschonender Aufbau | Vollständige Absicherung, gesteigerte Resilienz |
| Nachteile | Lücken in der Absicherung (Bereiche, die nicht/teilweise betrachtet werden) | Bereiche, die in der Absicherung der Institution nicht betrachtet werden | Größerer Ressourcenbedarf |
- Reaktiv-BCMS
- Vereinfachte Methodik
- Detailliertere Analysen zeitlich zurückstellen
- Rahmenbedingungen und Notfallvorsorge
- Aufbau- und Standard-BCMS
- Detaillierte Analysen
- Vollständige Methodik
- Berücksichtigen Notfallvorsorge und Notfallbewältigung
Die jeweiligen Methoden der einzelnen BCMS-Prozessschritte sind im Aufbau- und Standard-BCMS erweitert, um detailliertere Ergebnisse zu ermöglichen
- In diesen Stufen kann das BCMS deutlich effektiver und zielgerichteter aufgebaut werden
- Die BAO kann konkreter und bedarfsorientierter definiert werden
Geschäftsprozesse
- Umfang der Geschäftsprozesse (GP)
- Im Rahmen der Initiierung des BCMS wird dessen Geltungsbereich festgelegt
- Reaktiv- und Aufbau-BCMS
- Innerhalb des Geltungsbereichs des BCMS kann der Aufwand durch einen eingeschränkten GP-Umfang zunächst reduziert werden
- Ziel: Standard-BCMS
- Anschließend kann der GP-Umfang mit jedem weiteren Zyklus schrittweise gesteigert werden, bis alle Geschäftsprozesse im Geltungsbereich des BCMS betrachtet werden
BCMS-Prozess
PDCA-Struktur
Gesamtübersicht
Do-Phase
- Umsetzungsreihenfolge der Do-Phase
Anhang
Siehe auch
- BSI/200-4
- BSI/200-4/02 Einführung
- BSI/200-4/02 Einführung/BCMS-Prozess
- BSI/200-4/02 Einführung/Begriffe
- BSI/200-4/02 Einführung/Normen und Standards
- BSI/200-4/02 Einführung/Stufenmodell
- BSI/200-4/03 Initiierung
- BSI/200-4/04 Konzeption und Planung
- BSI/200-4/05 Besondere Aufbauorganisation
- BSI/200-4/06 BIA-Vorfilter
- BSI/200-4/07 Business Impact Analyse
- BSI/200-4/08 Soll-Ist-Vergleich
- BSI/200-4/09 Risikoanalyse
- BSI/200-4/10 Business-Continuity-Strategie
- BSI/200-4/11 Geschäftsfortführung
- BSI/200-4/11 Geschäftsfortführung/Erstellung
- BSI/200-4/11 Geschäftsfortführung/Qualitätssicherung und Freigabe
- BSI/200-4/11 Geschäftsfortführung/Vorbereitung
- BSI/200-4/12 Wiederanlauf
- BSI/200-4/12 Wiederanlauf/Erstellung
- BSI/200-4/12 Wiederanlauf/Freigabe
- BSI/200-4/12 Wiederanlauf/Qualitätssicherung
- BSI/200-4/12 Wiederanlauf/Vorbereitung
- BSI/200-4/13 Üben und Testen
- BSI/200-4/14 Leistungsprüfung/Berichtswesen
- BSI/200-4/15 Aufrechterhaltung und Verbesserung
- BSI/200-4/Anhang