BSI/200-4: Unterschied zwischen den Versionen
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; Ausfall kritischer Geschäftsprozesse | |||
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* Institutionen sich mit Informationssicherheit bzw. Cybersicherheit | |||
* sowie mit IT-Service Continuity Management ([[ITSCM]]) | |||
* zu schützen versuchen | |||
* führten Cyber-Angriffe immer wieder zu Ausfällen kritischer Geschäftsprozesse | |||
* Insbesondere Ransomware-Angriffe haben sich zu einer allgegenwärtigen Bedrohung entwickelt | |||
; Effizienzsteigerung von Geschäftsprozessen | |||
* | Zudem sorgt die fortschreitende Effizienzsteigerung von Geschäftsprozessen dafür | ||
* dass Leerlauf- und Pufferzeiten auf ein Minimum reduziert werden | |||
* Darüber hinaus werden auch in der Logistik und der Produktion benötigte Ressourcen auf ein Mindestmaß reduziert, um Lagerflächen einzusparen | |||
; Zeitfenster | |||
; | Dadurch verkleinern sich in der Praxis die Zeitfenster | ||
innerhalb derer auf Ausfälle der Geschäftsprozesse angemessen reagiert und unmittelbare Folgewirkungen eingedämmt werden können | |||
; | ; Notwendigkeit der Vorsorge | ||
* Entsprechend steigt die Notwendigkeit, gegen Ausfälle des Geschäftsbetriebs umfassend vorzusorgen sowie für den Schadensfall angemessene Möglichkeiten zur Geschäftsfortführung vorzubereiten (engl. [[Business Continuity]] oder [[BC]]) | |||
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; | == Business-Continuity-Management == | ||
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* | * Ziel des [[BCM]] ist es sicherzustellen, dass der Geschäftsbetrieb selbst bei massiven Schadensereignissen nicht unterbrochen wird oder nach einer Unterbrechung in angemessener Zeit auf einem definierten Mindestniveau fortgeführt werden kann | ||
* Das [[BCM]] umfasst organisatorische, technische, bauliche und personelle Maßnahmen | |||
; | ; Synergien | ||
* Institutionen können dabei teilweise auf vorhandene Sicherheitsmaßnahmen weiterer Managementsysteme zurückgreifen und diese gegebenenfalls erweitern | |||
* | * Synergien ergeben sich beispielsweise mit dem Managementsystem für Informationssicherheit (ISMS) | ||
== BSI-Standard 200-4 == | |||
Erleichtert den Einstieg in ein [[BCM]] | |||
* indem ein Stufenmodell mit Einstiegsstufen angeboten wird | |||
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; [[Business Continuity Management System]] ([[BCMS]]) | |||
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* Bedarf eines zielgerichteten [[Business Continuity Management System]]s ([[BCMS]]) | |||
* das fortlaufend weiterentwickelt wird | |||
== | ; Aufbau und Verbesserung | ||
* | Ein [[BCMS]] muss | ||
* [ | * kontinuierlich verbessert werden | ||
* an sich verändernde Rahmenbedingungen der Institution angepasst werden | |||
; Dauerhafter Prozess | |||
So wird ein dauerhafter Prozess geschaffen | |||
* um [[organisatorische Resilienz]] ([[Widerstandsfähigkeit]]) aufzubauen | |||
== Organisatorische Resilienz == | |||
; Auf Veränderungen reagieren und anzupassen | |||
Organisatorische Resilienz ist die Fähigkeit, auf Veränderungen zu reagieren und sich diesen Veränderungen anzupassen | |||
; Resilienz | |||
Je „resilienter“ eine Institution ist | |||
* umso besser kann sie | |||
* Risiken und Chancen durch Veränderungen | |||
** erkennen | |||
** flexibel darauf reagieren | |||
* Dies gilt für Veränderungen | |||
** plötzliche und allmähliche | |||
** interne und externe | |||
== Managementsysteme == | |||
; Organisatorische Resilienz | |||
* wird nicht durch ein einzelnes Managementsystem aufgebaut | |||
* sondern entsteht erst durch das Zusammenspiel verschiedener [[Management-Disziplinen]] | |||
Eckpfeiler, die gemeinsam [[Resilienz]] schaffen können | |||
* [[Informationssicherheit]] | |||
* [[Business Continuity Management]] | |||
* [[Krisenbewältigung]] | |||
* [[IT-Service Continuity]] | |||
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=== Siehe auch === | |||
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=== Links === | |||
==== Projekt ==== | |||
# [https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Unternehmen-und-Organisationen/Standards-und-Zertifizierung/IT-Grundschutz/BSI-Standards/BSI-Standard-200-4-Business-Continuity-Management/bsi-standard-200-4_Business_Continuity_Management_node.html BSI-Standard 200-4 Business Continuity Management] | |||
==== Weblinks ==== | |||
# [https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Unternehmen-und-Organisationen/Standards-und-Zertifizierung/Grundschutz/BSI-Standards/BSI-Standard-200-4-Business-Continuity-Management/BSI-Standard-200-4_Hilfsmittel/BSI_Standard_200_4_Hilfsmittel_node.html BSI-Standard 200-4: Hilfsmittel] | |||
[[Kategorie:BCMS/Standard]] | |||
[[Kategorie:BSI/200-4]] | |||
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Aktuelle Version vom 30. Juni 2026, 11:43 Uhr
BSI/200-4 - BSI-Standard - Business Continuity Management

Beschreibung
Business Continuity Management System in Institutionen aufbauen und etablieren
- Praxisnahe Anleitung
- Leichter Einstieg
- Normativer Anforderungskatalog für erfahrene AnwenderInnen
- Resilienz
Zielsetzung
Herausforderung
Leistungen erbringen
- immer effizienter
- möglichst zu jeder Zeit
- Entwicklungen und Trends
Steigende Anforderungen
- Globalen Wettbewerb
- Fortschreitende Digitalisierung
- Interessengruppen (Aufsichtsbehörden, Kunden, Öffentlichkeit, ...)
- Abhängigkeiten
Steigende Abhängigkeiten
Die Verfügbarkeit der Geschäftsprozesse oder Fachaufgaben ist eine Existenzfrage für Institution
- Existenzbedrohenden Schäden
Gleichzeitig nehmen Risiken zu
- die den Geschäftsbetrieb oder die Aufgabenerfüllung einer Institution in hohem Maße beeinträchtigen und sogar zu einem existenzbedrohenden Schaden führen können
- gegen die sich Institutionen nicht komplett schützen können
- Cyber-Angriffe
- Naturereignisse
- Ausfall kritischer Geschäftsprozesse
Obwohl
- Institutionen sich mit Informationssicherheit bzw. Cybersicherheit
- sowie mit IT-Service Continuity Management (ITSCM)
- zu schützen versuchen
- führten Cyber-Angriffe immer wieder zu Ausfällen kritischer Geschäftsprozesse
- Insbesondere Ransomware-Angriffe haben sich zu einer allgegenwärtigen Bedrohung entwickelt
- Effizienzsteigerung von Geschäftsprozessen
Zudem sorgt die fortschreitende Effizienzsteigerung von Geschäftsprozessen dafür
- dass Leerlauf- und Pufferzeiten auf ein Minimum reduziert werden
- Darüber hinaus werden auch in der Logistik und der Produktion benötigte Ressourcen auf ein Mindestmaß reduziert, um Lagerflächen einzusparen
- Zeitfenster
Dadurch verkleinern sich in der Praxis die Zeitfenster innerhalb derer auf Ausfälle der Geschäftsprozesse angemessen reagiert und unmittelbare Folgewirkungen eingedämmt werden können
- Notwendigkeit der Vorsorge
- Entsprechend steigt die Notwendigkeit, gegen Ausfälle des Geschäftsbetriebs umfassend vorzusorgen sowie für den Schadensfall angemessene Möglichkeiten zur Geschäftsfortführung vorzubereiten (engl. Business Continuity oder BC)
Business-Continuity-Management
- Angemessenes Business-Continuity-Management
Mit Hilfe eines angemessenen Business-Continuity-Managements ([BCM]) können sich Institutionen vor den Auswirkungen solcher Schadensereignisse schützen, die den Geschäftsbetrieb in nicht akzeptablem bis hin zu existenzbedrohendem Maße beeinträchtigen können
- Ziel des BCM ist es sicherzustellen, dass der Geschäftsbetrieb selbst bei massiven Schadensereignissen nicht unterbrochen wird oder nach einer Unterbrechung in angemessener Zeit auf einem definierten Mindestniveau fortgeführt werden kann
- Das BCM umfasst organisatorische, technische, bauliche und personelle Maßnahmen
- Synergien
- Institutionen können dabei teilweise auf vorhandene Sicherheitsmaßnahmen weiterer Managementsysteme zurückgreifen und diese gegebenenfalls erweitern
- Synergien ergeben sich beispielsweise mit dem Managementsystem für Informationssicherheit (ISMS)
BSI-Standard 200-4
Erleichtert den Einstieg in ein BCM
- indem ein Stufenmodell mit Einstiegsstufen angeboten wird
Anleitung, ein vollständiges, zur Norm ISO 22301 konformes BCM
- einzuführen
- aufrechtzuerhalten
- zu verbessern
- Anforderungskatalog
Für erfahrene Anwendende
- Existierendes BCM
- Schnell und effektiv nach BSI-Standard 200-4 ausrichten
BCM ist kein einmaliges Projekt
- Bedarf eines zielgerichteten Business Continuity Management Systems (BCMS)
- das fortlaufend weiterentwickelt wird
- Aufbau und Verbesserung
Ein BCMS muss
- kontinuierlich verbessert werden
- an sich verändernde Rahmenbedingungen der Institution angepasst werden
- Dauerhafter Prozess
So wird ein dauerhafter Prozess geschaffen
- um organisatorische Resilienz (Widerstandsfähigkeit) aufzubauen
Organisatorische Resilienz
- Auf Veränderungen reagieren und anzupassen
Organisatorische Resilienz ist die Fähigkeit, auf Veränderungen zu reagieren und sich diesen Veränderungen anzupassen
- Resilienz
Je „resilienter“ eine Institution ist
- umso besser kann sie
- Risiken und Chancen durch Veränderungen
- erkennen
- flexibel darauf reagieren
- Dies gilt für Veränderungen
- plötzliche und allmähliche
- interne und externe
Managementsysteme
- Organisatorische Resilienz
- wird nicht durch ein einzelnes Managementsystem aufgebaut
- sondern entsteht erst durch das Zusammenspiel verschiedener Management-Disziplinen
Eckpfeiler, die gemeinsam Resilienz schaffen können
Anhang
Siehe auch
- BSI/200-4
- BSI/200-4/02 Einführung
- BSI/200-4/02 Einführung/Begriffe
- BSI/200-4/02 Einführung/Normen und Standards
- BSI/200-4/02 Einführung/Stufenmodell
- BSI/200-4/03 Initiierung
- BSI/200-4/04 Konzeption und Planung
- BSI/200-4/05 Besondere Aufbauorganisation
- BSI/200-4/06 BIA-Vorfilter
- BSI/200-4/07 Business Impact Analyse
- BSI/200-4/08 Soll-Ist-Vergleich
- BSI/200-4/09 Risikoanalyse
- BSI/200-4/10 Business-Continuity-Strategie
- BSI/200-4/11 Geschäftsfortführung
- BSI/200-4/11 Geschäftsfortführung/Erstellung
- BSI/200-4/11 Geschäftsfortführung/Qualitätssicherung und Freigabe
- BSI/200-4/11 Geschäftsfortführung/Vorbereitung
- BSI/200-4/12 Wiederanlauf
- BSI/200-4/12 Wiederanlauf/Erstellung
- BSI/200-4/12 Wiederanlauf/Freigabe
- BSI/200-4/12 Wiederanlauf/Qualitätssicherung
- BSI/200-4/12 Wiederanlauf/Vorbereitung
- BSI/200-4/13 Üben und Testen
- BSI/200-4/14 Leistungsüberprüfung und Berichterstattung
- BSI/200-4/15 Aufrechterhaltung und Verbesserung
- BSI/200-4/Anhang
Links
Projekt
Weblinks